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Die meisten Menschen haben zuviel Fett im Bauch

BARCELONA (ner). Übergewicht und Adipositas entwickeln sich bekanntlich zu einem erheblichen Gesundheitsproblem in vielen Ländern. Eine Erhebung in 63 Ländern hat jetzt ergeben, daß bereits 70 Prozent der Bevölkerung zuviel intra-abdominelles Fett und damit ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes haben.

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Die Studie mit der Bezeichnung IDEA (International Day for the Evaluation of Abdominal Obesity) wurde jetzt von Dr. John Deanfield aus London beim Welt-Herz-Kongreß der ESC in Barcelona vorgestellt.

Bei 17 7000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren waren in der Untersuchung weltweit die Bauchumfänge gemessen sowie Größe, Gewicht und demographische Angaben erhoben worden. In Nordwesteuropa (einschließlich Deutschland) hatten knapp 30 000 Menschen teilgenommen. Das berichtete Deanfield bei einem vom Unternehmen Sanofi-Aventis unterstützten Symposium.

    Zwei Drittel der Männer sind übergewichtig oder adipös.
   

Weltweit liegt die Prävalenz abdominaler Adipositas nach diesen Daten bei fast 70 Prozent, wenn man den strengen Maßstab einer Obergrenze beim Bauchumfang von höchstens 94 cm bei Männern und höchstens 80 cm bei Frauen anlegt. Bei Annahme konservativer Grenzwerte (mehr als 102/88 cm) liegt die Prävalenz bei 40 Prozent. Diese Grenzwerte gelten inzwischen jedoch als überholt.

In Nordwesteuropa sind 42 Prozent der Männer übergewichtig - der BMI liegt bei 25 bis 30. Bei den Frauen sind es 29 Prozent. Adipös, also mit einem BMI von 30 und mehr, sind 22 Prozent der Männer und Frauen. Fast zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen bringen folglich zuviel Gewicht auf die Waage.

Experten sprechen inzwischen von einem erhöhten kardiometabolischen Risiko durch zuviel Bauchfett. Denn vermehrt vorhandenes viszerales Fett verstärke Entzündungsprozesse im Körper, so Professor Jean-Pierre Bassand aus Besançon in Frankreich, und gehe mit verminderten Adiponectin-Spiegeln einher.

Adiponectin ist ein Protein, das die Entwicklung von Diabetes und von kardiovaskulären Erkrankungen hemmt. Ein zu großer Bauchumfang bedeute auch bei normalem BMI ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, betonte Deanfield.

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