Kommentar

Ein Spiegelbild der täglichen Praxis

Peter OverbeckVon Peter Overbeck Veröffentlicht:

Der selektive If-Kanalblocker Ivabradin reduziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch das Risiko für kardiovaskulär bedingte Todesfälle und Klinikeinweisungen, so das Ergebnis der am Sonntag vorgestellten SHIFT-Studie. Nicht alle Patienten mit Herzinsuffizienz können aus diesem Ergebnis Hoffnung schöpfen. Denn repräsentativ ist die Studie nur für Patienten, deren Ruheherzfrequenz die Schwelle von 70 Schlägen pro Minute überschreitet. In der Diskussion darüber, wie generalisierbar die SHIFT-Daten sind, wird sicher auch die Frage der Betablockertherapie eine Rolle spiele. Zwar erhielten 89 Prozent aller Studienteilnehmer einen Betablocker, jedoch war deren Dosierung oft weit entfernt von der auf Basis klinischer Studien empfohlenen Zieldosis. Bei strenger wissenschaftlicher Beurteilung schmälert das die Aussagekraft der Studie.

Andererseits ist es eine oft beklagte, aber wohl unabänderliche Tatsache, dass Betablocker im Praxisalltag bei Herzinsuffizienz zurückhaltend dosiert werden. In diesem Sinne liefert SHIFT ein getreues Spiegelbild der Praxis. Und unter diesen Bedingungen ist Ivabradin offensichtlich von Nutzen.

Lesen Sie dazu auch: Ivabradin senkt Ereignisrate bei Herzinsuffizienz

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

Infektionsschutz bei Krebspatienten

Hämatologische Neoplasien: Welche Impfungen bei Betroffenen sinnvoll sind

Lesetipps
Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?