Kommentar zur "Heilung" eines HIV-Kindes

Ein seltenes Ereignis

Von Peter LeinerPeter Leiner Veröffentlicht:

Nur der Zufall brachte es an den Tag: Weil in den USA die Eltern des bereits bei seiner Geburt HIV-infizierten Kindes nach 18 Monaten Therapie eine Zeit lang nicht mehr mit ihm zu den Untersuchungen kam, setzte die Behandlung zwangsläufig mehrere Monate aus.

Und doch tauchte das Virus auch, als das Kind bereits 26 Monate alt war, nicht wieder auf. Ein Grund, von der gängigen sechswöchigen Postexpositionsprophylaxe (PEP) der Säuglinge infizierter Mütter auf eine aggressive Therapie umzusteigen?

Ganz und gar nicht. Denn noch ist nicht klar, ob nur die Therapie die Menge des Aids-Erregers so stark reduziert hat, dass das Virus nicht mehr nachweisbar ist, und ob sich das bei anderen Neugeborenen replizieren lässt.

Durch eine kombinierte Intervention unter anderem mithilfe der wenige Stunden nach der Geburt begonnenen PEP ist es ja gelungen, bei HIV-infizierten Schwangeren die Übertragungsrate von 40 Prozent Mitte der 1990er-Jahre auf unter zwei Prozent zu senken. Die Prävention ist also allemal besser, als auf Verdacht aggressiv zu therapieren.

Es bleibt spannend zu klären, welche Faktoren das Kind vor einem Wiederanstieg der Virusmenge im Blut schützen. Auf der Suche danach werden die Forscher sicher nichts dem Zufall überlassen.

Lesen Sie dazu auch: US-Pädiater behaupten: Kind von HIV geheilt

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

© Maksim Tkachenko / Getty Images / iStock

SARS-CoV-2 und COVID-19

Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Annett Fischer

HI-Virus ?

Hallo Herr Leiner,

bei einem Test wird nicht das Virus nachgewiesen! Auch in den USA nicht. Es werden Antikörper, bzw Eiweißverbindungen nachgewiesen.Antikörper gegen sämtliche Erkrankungen ( gegen die auch geimpft wird) sind doch immer das Ziel der Schulmedizin und je höher, desto besser.Bei diesem " AIDS- Erreger" Unsinn kann ich nur sagen, dass es auch einmal Konsens war als alle Welt behauptete die Erde währe eine Scheibe. Bisher hat sich aber noch jede Wahrheit irgendwann durchsetzen können.
Diese Tests sind in der Welt nicht geeicht, welchen Grund hat es wohl?
Nun glauben sie weiter an die Scheibe!
LG


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Zeitgenössischer Kupferstich von William T. G. Morton und Kollegen im Massachusetts General Hospital in Boston. Mittels eines Glaskolbens führte Morton die Äthernarkose vor.

© akg-images / picture-alliance

175 Jahre Anästhesie

Triumph über den Schmerz

Nach erfolgreicher Sondierungswoche (v.l.n.r): Robert Habeck und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner am Freitag in Berlin.

© Kay Nietfeld/picture alliance

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit