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Empfehlungen für Ärzte und Patienten

Veröffentlicht:

Eintrittspforten des neuen H1N1-Virus sind Mund, Nase und Augen. Erste und wichtigste Schutzmaßnahme: Hände waschen und das häufig! Und zwar mit Wasser und Seifenlösung für mindestens 15 bis 20 Sekunden. Zusätzlich immer die Hände waschen:

  • vor Zubereitung oder Genuss von Speisen
  • bevor und nachdem ein Erkrankter gepflegt wurde

Eine Alternative zum Händewaschen sind alkoholhaltige Desinfektionsmittel. Kleine Fläschchen davon sind besonders für unterwegs geeignet, etwa nach der Benutzung von Bussen oder U-Bahnen.

Zusätzlich wichtig: Hände weg vom Gesicht! Eine einfache Maske und eine Brille können dabei helfen, denn sie machen immer wieder bewusst: Hände weg vom Gesicht! (hub)

Wie kann ich andere vor Ansteckung schützen?

Die goldene Regel, Infektionskrankheiten einzudämmen, lautet: Dem Erreger die Verbreitungschance nehmen! Je weniger Kontakte ein Erkrankter hat, um so weniger Menschen kann er anstecken. Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • Wer glaubt, Schweinegrippe zu haben, sollte zu Hause bleiben.
  • Engen Kontakt mit anderen vermeiden, und zwar für sieben Tage nach Beginn der Symptome!
  • Beim Niesen und Husten Mund und Nase bedecken oder in die Armbeuge husten und niesen!
  • Nach Husten oder Niesen die Hände waschen!
  • Wird medizinische Hilfe gebraucht, nicht gleich in die Arztpraxis gehen, sondern erst dort anrufen! Nur so können sich die Praxismitarbeiter vorbereiten und Maßnahmen ergreifen, dass andere Patienten nicht angesteckt werden. (hub)

Woran erkenne ich Schweinegrippe?

Eine Erkrankung durch das neue H1N1-Virus (Schweinegrippe genannt) lässt sich nicht von normaler Grippe unterscheiden, die Symptome sind dieselben:

  • plötzlicher, schneller Beginn
  • Fieber

Hinzu kommen Atemwegssymptome wie Husten, Halsschmerzen, laufende oder verstopfte Nase. Weitere Symptome bei Schweinegrippe können sein:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • starke Abgeschlagenheit
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall

Noch verbreitet sich das Virus bei uns nicht in großem Maßstab. Als weiteres Kriterium für den Verdacht auf Schweinegrippe ist daher der wahrscheinliche Kontakt zu einem Erkrankten. (hub)

Was muss die Arzthelferin wissen?

Zwei Ziele gibt es beim Umgang mit Patienten auf Schweinegrippeverdacht:

  • Schutz vor eigener Ansteckung
  • Schutz der anderen Patienten vor einer Ansteckung

Daraus folgt an notwendigen Maßnahmen zwingend:

  • Patienten mit Schweinegrippeverdacht in einen gesonderten Raum bringen! Der Raum sollte zur leichteren Desinfektion von überflüssigen Geräten frei sein.
  • Kittel, Handschuhe und Spezialmaske (etwa FFP2-Masken) beim Umgang mit dem Patienten tragen!
  • Gegenstände und Instrumente mit Kontakt zum Patienten anschließend desinfizieren
  • Schweinegrippe-Verdachtsfälle sind an das zuständige Gesundheitsamt meldepflichtig. Sind Telefon- und Faxnummer des Gesundheitsamtes bekannt? Meldeformblätter gibt es auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de. (hub)

Hinweise für betroffene Patienten

Um Patienten mit Verdacht auf eine Erkrankung durch das neue H1N1-Virus von den anderen Patienten treffen zu können, wäre es am besten, diese melden sich telefonisch an.

Da das meist nicht der Fall sein wird, sind Hinweise am Praxiseingang hilfreich, wie:

  • Glauben Sie, an Schweinegrippe erkrankt zu sein? Bitte rufen Sie uns über Ihr Handy an, wir kümmern uns umgehend um Sie und schützen die anderen Patienten vor möglicher Ansteckung.
  • Haben Sie kein Handy, bitte nutzen Sie unsere Sprechanlage! (hub)

Lesen Sie dazu auch: Pandemie-Maßnahmen in Deutschland greifen Bei Pandemie kommt es auf jede Praxis an Schweinegrippe: Die Gesundheitsämter haben die zentrale Rolle Woher kommt das Schweinegrippe-Virus?

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

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