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Mammographie-Screening

Entdeckte Brustkrebsvorstufen sind meist aggressiv

Bei jeder zweiten im Screening entdeckten Brustkrebsvorstufe handelt es sich um die aggressivste Form.

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Gerade die regelmäßig teilnehmenden Frauen profitieren besonders vom Mammographie-Screening, ergab eine Analyse der Uni Münster.

Gerade die regelmäßig teilnehmenden Frauen profitieren besonders vom Mammographie-Screening, ergab eine Analyse der Uni Münster.

© Francois Destoc / Maxppp / dpa

MÜNSTER. Das im Zweijahresintervall durchgeführte Mammographie-Screening hat unter den Brustkrebsvorstufen als häufigste Diagnose die biologisch aggressivste Form ermittelt. Das duktale Carcinoma in situ vom hohen Kernmalignitätsgrad trägt das höchste Risiko zum Übergang in ein invasives Karzinom – einen bösartigen Tumor, der in das umliegende Gewebe wächst und in die Lymphknoten und andere Organe streuen kann, teilt die Universitätsklinik Münster mit.

Die aktuelle Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen hat Screening-Ergebnisse von 714.000 Frauen ausgewertet, die im Abstand von jeweils zwei Jahren bis zu dreimal am Mammographie-Screening teilgenommen haben (Radiology. 2018; 286(2): 424-432). Bei 1970 Frauen wurde eine Brustkrebsvorstufe entdeckt. In der Hälfte aller Fälle handelte um es sich um die aggressivste Form, wie die Folgeuntersuchungen ergaben.

Vorteil besonders bei regelmäßigem Screening

Die Ergebnisse deuten auf erheblich weniger Überdiagnosen im Mammographie-Screening als oft behauptet, heißt es in der Mitteilung der Uniklinik Münster. Bei Überdiagnosen handelt es sich um entdeckte Brustkrebserkrankungen, die im Laufe des Lebens einer Frau ohne Früherkennung nicht auffällig geworden wären. Die größte Wahrscheinlichkeit einer Überdiagnose wird den "harmlosen" Brustkrebsvorstufen zugeschrieben, die erst in mehr als zehn Jahren in einen invasiven Brustkrebs übergehen können.

Die Forscher haben anhand großer Datenmengen gezeigt, dass die im Folgerunden-Screening entdeckten aggressiveren Brustkrebsvorstufen schneller nachwachsen als harmlosere Formen. Daher steigt ihr Anteil mit der wiederholten Screening-Teilnahme. Das bedeute im Umkehrschluss, dass gerade die regelmäßig teilnehmenden Frauen vom Mammographie-Screening besonders profitieren, so die Uniklinik. Denn sind die Brustkrebsvorstufen aggressiv, werden sie durch diese Form der Brustkrebsfrüherkennung häufig entdeckt, bevor sie in einen aggressiven invasiven Brustkrebs übergehen können.(eb)

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