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Entsetzen über tödliche Drogen-Psychotherapie

BERLIN (ars/dpa). Nach der Therapiesitzung mit zwei Todesopfern in Berlin war der Zustand eines Patienten am Montagnachmittag weiter kritisch. Der 55-Jährige liege immer noch im Koma, teilte die Polizei mit.

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Am Sonntagabend war Haftbefehl gegen den 50 Jahre alten Therapeuten ergangen, der zugegeben hatte, bei der Gruppensitzung einen Mix verschiedener Drogen verabreicht zu haben. Ihm wird in zwei Fällen gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge sowie in sechs Fällen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Deutsche psychotherapeutische Vereinigungen distanzierten sich von dem Arzt. Nach dem Berliner Vorfall wird neues Misstrauen gegen psychologische Praktiken befürchtet.

Noch ist unklar, was genau der Arzt seinen Patienten am Samstag verabreichte, die Analyse wird einige Tage dauern. Nach Medienberichten waren Amphetamine, LSD und Heroin im Spiel. Der Therapeut und seine Frau unterhalten Kontakte zu einer Schweizer Einrichtung, die sich auf psycholytisches Arbeiten spezialisiert hat. Der dortige Mentor des Berliner Arztes, der Schweizer Samuel Widmer, sagte, er wisse, dass sich diese Therapien, weil sie verboten seien, "massiv im Untergrund ausbreiten". Er forderte deshalb, sie in das medizinische System einzubinden.

Lesen Sie dazu auch: Keine Psychotherapie, sondern fatale Séancen in paramedizinischer Maskerade

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Psychotherapeuten-Drama: Tragödie mit Sogeffekt

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