Direkt zum Inhaltsbereich

Erfolge mit Bevacizumab bei metastasiertem Lungen-Ca

Veröffentlicht:

Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchial-Karzinom (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium überleben länger, wenn sie als First-Line-Therapie eine Chemotherapie kombiniert mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab erhalten.

Nachgewiesen wurde dies in einer in Orlando präsentierten Phase-II / III-Studie bei 874 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, die zuvor noch nicht behandelt worden waren. Sie wurden entweder mit Paclitaxel (P) plus Carboplatin (C) behandelt oder erhielten zusätzlich zu dieser Kombination Bevacizumab (15 mg / kg Körpergewicht alle drei Wochen).

Mit der Dreifach-Kombination konnte das Gesamtüberleben im Vergleich zur PC-Therapie von im Mittel 10,2 auf 12,5 Monate erhöht werden. Das progressionsfreie Überleben betrug in der Bevacizumab-Gruppe 6,4 Monate, in der PC-Gruppe 4,5 Monate. Auch die Ansprechrate war mit dem Angiogenese-Hemmer signifikant höher (27 vs. 10 Prozent).

Bevacizumab richtet sich gegen den Wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor), der vom Tumor produziert wird und an der Angiogenese beteiligt ist. Bevacizumab bindet den VEGF, so daß die Gefäßbildung im Tumor unterbunden und so das Tumorwachstum gehemmt wird.

Bevacizumab (Avastin®) ist für die Behandlung bei Bronchial-Ca bislang nicht zugelassen. Es steht in Deutschland seit Anfang des Jahres zur First-Line-Therapie bei metastasiertem Kolon- und Rektum-Karzinom in Kombination mit 5-Fluorouracil / Folinsäure (5-FU / FS) oder 5-FU / FS / Irinotecan zur Verfügung. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

Galenus-Kandidat 2026

Bispezifischer T-Zell-Engager bei kleinzelligem Lungenkarzinom

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Heilung wird nicht gestört

Keine Angst vor Bisphosphonaten bei frischen Frakturen

Allgemeinmediziner gibt Tipps

Ohne MFA läuft wenig: Was beim Impfmanagement wichtig ist

Lesetipps