Erhitztes Fleisch von Geflügel ist nicht infektiös

HAMBURG (dpa). Die Vogelgrippe kann nach Angaben von Experten über viele Jahre hinweg zu einem Problem werden. Inzwischen sinkt der Verbrauch von Geflügelfleisch.

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Deutschlands Landwirte müssen damit rechnen, ihr Geflügel für längere Zeit im Stall zu halten. Wie eine Sprecherin von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer mitteilte, sei nicht auszuschließen, daß die Stallpflicht ausgeweitet wird. Bislang gilt die Stallpflicht bis Ende April.

In Europa sind die Geflügelfleischverkäufe etwa in Italien um 70 Prozent eingebrochen, in Frankreich um 20 Prozent und in Nordeuropa um 10 Prozent. Die WHO betonte, es sei bislang weltweit keine einzige H5N1-Infektion bei Menschen bekannt durch den Verzehr von ausreichend erhitztem Geflügelfleisch.

Zur Reaktion der Verbraucher steht in der belgischen Zeitung "Le Soir": "Gibt es einen einzigen guten Grund, die Schokoladencreme zu meiden, weil eine schweizerische Ente die Grippe hat? Die Mayonnaise zu boykottieren, sobald eine Gans am Rande eines kroatischen Teichs dahinsiecht? Und vor allem, auf das Hähnchen zu verzichten, weil ein tschechischer Schwan den Virus in sich trägt? Keinen einzigen!

Die Panik hat die Hühnerhöfe verlassen und die Supermärkte erreicht, wo sich der Verbrauch von Geflügel in freiem Fall befindet. Wegen des irrationalen Verhaltens des Verbrauchers? Sicherlich! Während man ihn ermahnt, daß zu viel Tabak, Alkohol oder Fritten höchst schädlich sind für seine Gesundheit, entscheidet er, kein Hühnchen mehr zu essen."

Lesen Sie auch: Vogelgrippe hat sich im Februar rasch ausgebreitet

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