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Ermutigende Vakzine-Tests gegen Lungen-Ca

BERLIN (sir). Impfstoffe gegen Lungenkrebs sollen die Prognose nach Op oder Radio-/Chemotherapie verbessern. Einer dieser Impfstoffe richtet sich gegen ein verzuckertes Eiweißmolekül namens MUC1.

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Die derzeit getesteten Impfstoffe gegen Lungenkrebs können und sollen nicht vorbeugend wirken, sondern sind gegen die sogenannte minimale Resterkrankung gerichtet. Daran hat Professor Michael Thomas aus Heidelberg beim Krebskongress in Berlin erinnert. Dabei sind trotz Therapie noch wenige Tumorzellen vorhanden. Als Antigene dienen Oberflächenproteine der Tumorzellen. Per se sind sie aber nicht ausreichend immunogen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Antigen-präsentierende Zellen solch ein Antigen aufnehmen, steigt, wenn man es in Form einer liposomalen Vakzine verabreicht", so Thomas bei einem Symposium von Merck Serono.

Impfantigen MAGE-A3 in Frühstadien getestet

Dass dies funktionieren kann, belegen mehrere Studien. So wurde das Oberflächenantigen MAGE-A3, das bei ungefähr einem Drittel der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) übermäßig synthetisiert wird, als Impfantigen getestet. Bei Patienten mit NSCLC der Stadien Ib oder II ließ sich durch adjuvante Applikation, also nach der Op, die Rezidivrate um etwa ein Viertel verringern.

"Das Oberflächenantigen MUC1 ist sogar bei 80 Prozent der NSCLC-Patienten überexprimiert", so Thomas. Auf gesunden Epithelzellen ist MUC1 stark glykosyliert, also mit Zuckerresten versehen, auf Tumorzellen kaum. Das macht es für Antikörper, die nach Impfung gebildet werden, unterscheidbar und angreifbar.

Thomas präsentierte eine Phase-II-Studie mit NSCLC-Patienten in den beiden letzten Stadien IIIb oder IV nach platinbasierter Chemotherapie. Bei Patienten im Stadium IIIb war die Immunisierung gegen MUC1, kombiniert mit "best supportive care" (BSC) und Cyclophosphamid, wirksamer als BSC. Mittlerweile läuft die Phase-III-Studie START mit dem MUC1-Impfstoff, für den der Name Stimuvax® vorgesehen ist.

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