Direkt zum Inhaltsbereich

Ernüchterung bei Zelltherapie nach Herzinfarkt

Veröffentlicht:

WIESBADEN (ple). Bei der Therapie von Herzinfarkt-Patienten mit Vorläuferzellen aus dem Knochenmark ist eine gewisse Ernüchterung eingekehrt. In einigen Studien ließ sich keine deutliche Funktions-Verbesserung durch die Zelltherapie nachweisen.

Nach Angaben des Kardiologen Privatdozent Johann Bauersachs aus Würzburg gibt es Untersuchungen, nach denen nur 0,5 Prozent oder weniger der aus dem Knochenmark gewonnenen Zellen sich tatsächlich zu Herzmuskelzellen umwandelten.

Hinzu komme, dass sich Knochenmarkzellen von älteren Patienten nicht so gut verwandelten wie erwartet. Wie Bauersachs beim Internisten-Kongress berichtete, wird an Verfahren gearbeitet, die Regenerationsfähigkeit solcher Zellen zu verbessern. Andere Studien hatten ergeben, dass die linksventrikuläre Auswurffraktion nach einem Infarkt durch die Therapie mit Vorläuferzellen aus dem Knochenmark im Vergleich zur Standardtherapie ohne die Zelltherapie deutlich erhöht wird.

Bevor sich die Therapie mit den Vorläuferzellen etablieren kann, sind nach Ansicht von Bauersachs größere klinische Studien nötig, um etwa den optimalen Zelltyp und den besten Zeitpunkt der Transplantation nach einem Infarkt herauszufinden. Derzeit wird in Deutschland eine Studie geplant, an der 1000 Herzinfarkt-Patienten teilnehmen sollen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter