Weltweite Studie

Fettleibigkeit nimmt im ländlichen Raum stärker zu als in Städten

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INNSBRUCK. Zwischen 1985 und 2017 hat sich der durchschnittliche BMI von Frauen und Männern weltweit um 2,1 kg / m2 erhöht, das entspricht einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von fünf bis sechs Kilogramm pro Person. Mehr als die Hälfte dieses weltweiten Anstiegs wurde dabei im ländlichen Raum verzeichnet.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine internationale Studie, an der auch Forscher der Universität Innsbruck beteiligt waren (Nature 2019; 569:260–264).

In Ländern mit hohen Einkommen war der durchschnittliche Anstieg des BMI zu über 50 Prozent auf die Gewichtsentwicklung im ländlichen Raum zurückzuführen, bei Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen sogar zu über 80 Prozent, wie die Universität Innsbruck berichtet.

Der durchschnittliche Anstieg des BMI belief sich bei Frauen auf 2,0 kg / m2, bei Männern auf 2,2 kg / m2, wobei die Zunahme im urbanen Raum bei Frauen 1,3 kg / m2 und bei Männern 1,6 kg / m2 betrug.

In der internationalen Studie wurden unter der Mitarbeit von mehr als 1000 Wissenschaftlern aus aller Welt („NCD Risk Factor Collaboration“) relevante Daten von über 112 Millionen Erwachsenen aus städtischen und ländlichen Gebieten in 200 Ländern im Zeitraum von 1985 bis 2017 untersucht. Die Analyse der großen Datenmengen im Hinblick auf den BMI in 200 Ländern wurde mittels eines eigens entwickelten, hierarchischen „Bayes Modells“ vorgenommen. (eb)

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