Rheuma

Fischöl reduziert bei Rheuma den Schmerzmittel-Bedarf

DUNDEE (hub). Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) profitieren von hoch dosierten Omega-3-Fettsäuren: Der tägliche Bedarf an NSAR kann verringert werden. Das hat jetzt eine placebokontrollierte Therapiestudie belegt.

Veröffentlicht: 09.04.2008, 17:11 Uhr
Fischöl reduziert bei Rheuma den Schmerzmittel-Bedarf

Prall gefüllte Kapseln mit hoch dosierten Omega-3-Fettsäuren - Patienten mit Rheumatoider Arthritis profitieren von ihrer Einnahme.

© Foto: Andrew Martinwww.fotolia.com

In der Studie mit 58 RA-Patienten erhielt die eine Hälfte zusätzlich zu ihren Basistherapeutika ein Präparat aus Kabeljauleber mit hoch dosierten Omega-3-Fettsäuren oder Placebo. Die ursprüngliche NSAR-Medikation von zweimal 75 mg/d retardiertem Diclofenac wurde zu Studienbeginn auf sechsmal 25 mg Wirkstoff mit sofortiger Freisetzung umgestellt. Während des neunmonatigen Studienzeitraums dokumentierten die Teilnehmer ihre Einnahme an NSAR, zusätzlich wurden klinische Befunde und Laborparameter erhoben.

Von den 32 Patienten in der Gruppe mit dem Fettsäure-Präparat waren 19 in der Lage, ihren täglichen NSAR-Bedarf um mindestens 30 Prozent zu reduzieren. Das entspricht einem Anteil von 59 Prozent. In der Placebo-Gruppe gelang das nur 5 von 26 Teilnehmern (19 Prozent). Die durchschnittliche Reduktion der NSAR-Menge lag mit dem Lebertran bei 40 Prozent, mit Placebo bei 16 Prozent.

Der klinische Parameter Krankheitsaktivität war in den beiden Gruppen nicht unterschiedlich, ebenso wie die CRP- und BSG-Werte. Leichte Unterschiede gab es beim Schmerz, gemessen auf einer visuellen Analogskala von 0 bis 100. Nach neun Monaten gab es mit dem Fischöl eine Abnahme um sieben Punkte, mit Placebo eine Zunahme um zwei Punkte.

Wegen unerwünschter gastrointestinaler und kardiovaskulärer Wirkungen ist eine Reduktion des NSAR-Bedarfs interessant, erinnern die Autoren. Mit hoch dosierten Omega-3-Fettsäuren aus Kabeljauleber gelingt eine solche NSAR-Reduktion.

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