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Flüssiges Gas entfernt aktinische Keratose

BERLIN (hsr). Ob Vereisung mit in flüssigem Stickstoff getränktem Wattetupfer oder gesprühter Kälte: Die Kryochirurgie ist bei aktinischen Keratosen ein erfolgreiches und komplikationsarmes sowie kostengünstiges und beliebig oft wiederholbares Verfahren.

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Das schließt Professor Christos C. Zouboulis von der Universitäts-Hautklinik der Charité in Berlin aus einer Studie mit 55 Patienten, bei denen nach der kryochirurgischen Behandlung ein bis vier Jahre lang Daten erhoben worden sind ("Der Hautarzt" 4, 2005, 353).

Wie der Dermatologe berichtet, beruht die erwünschte Wirkung der physikalisch destruierenden, aber doch schonenden Therapie aktinischen Keratosen auf einer Zerstörung der atypischen Zellen innerhalb der Epidermis. Für das Kontakt- oder Sprayverfahren werde üblicherweise flüssiger Stickstoff verwendet.

Die in die Studie aufgenommenen, im Mittel 72jährigen Patienten - 21 Frauen und 34 Männer - hatten insgesamt 99, bevorzugt am Kopf lokalisierte aktinische Keratosen. Bei 90 der Läsionen genügte ein einmaliger, bei neun ein doppelter Gefrier-Auftau-Zyklus, um sie zu vollständig entfernen.

Die mittlere Therapiezeit betrug lediglich 30 Sekunden. Ausgewertet wurden der initiale Therapieerfolg, das kosmetische Ergebnis und die Rezidivrate sowie die durch die Kryochirurgie verursachten unerwünschten Wirkungen.

Als ausreichend behandelt eingestuft wurden zwei Monate nach der Behandlung 96 (97 Prozent) der Läsionen, nur bei dreien waren noch Reste der aktinischen Keratosen erkennbar. Das kosmetische Ergebnis der erfolgreich entfernten Läsionen beurteilten die Dermatologen bei knapp 96 Prozent ohne sichtbare Narbenbildung oder Pigmentstörung als ausgezeichnet, vier Prozent mit leicht erkennbarer Narbe und/oder Pigmentstörung als gut.

Unerwünschte Wirkungen, vor allem lokale Gefrierschmerzen, waren mild. Die Rezidivrate betrug in den ersten zwei Jahren im Mittel neun, nach drei Jahren etwa zwölf und nach vier Jahren etwa 16 Prozent.

Für sinnvoll und unproblematisch hält es Zouboulis, Patienten mit großflächigen Läsionen in wiederholten Sitzungen und solche mit Rezidiven erneut zu behandeln.

Wegen der therapeutischen Wirksamkeit, der guten kosmetischen Ergebnisse, der geringen Rezidivrate und der Verträglichkeit des Verfahrens bei aktinischen Keratosen komme der kostengünstigen Therapie auch aus ökonomischen Gesichtspunkten große Bedeutung zu, berichtet Zouboulis.

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