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Förderung für MS-Forschung

Die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung vergibt ihre Projektförderung für Arbeiten zu Multiple Sklerose.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG (eb). Die Projektförderung der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung geht an Professor Triantafyllos Chavakis und an Eun Young Choi vom Universitätsklinikum Dresden.

Damit will das Kuratorium der traditionsreichen Stiftung aus Nürnberg ein Zeichen setzen für die Erforschung der Multiplen Sklerose (MS), an der allein in Deutschland schätzungsweise 120.000 bis 130 000 Menschen erkrankt sind.

"Gegen diese gefährliche Erkrankung des zentralen Nervensystems braucht die Medizin neue Therapiemöglichkeiten", wird Dr. Andreas Kreiß, der Geschäftsführer der Novartis-Stiftung in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.

Entzündungsprozess verstehen

Die Projektförderung läuft über zwei Jahre und ist mit 120.000 Euro dotiert. Den Entzündungsprozess im Zusammenhang mit MS in all seinen Details zu verstehen und ihn wegen möglicher Nebenwirkungen so spezifisch wie möglich zu unterbinden, ist das Ziel von MS-Forschern weltweit.

In diesem Sinne haben Chavakis und Choi ein bestimmtes Gen und das von ihm kodierte Protein im Blick. Es ist das Gen Del-1 (Developmental Endothelial Locus-1).

Es könnte sein, dass bei MS-Patienten aus noch unbekannten Gründen die Ausschüttung des Del-1-Proteins nicht mehr funktioniert.

Klärung im Maus-Modell

Womöglich spielen nach den Erkenntnissen der Forscher die Signalwege um das Molekül Sphingosin-1-Phosphat eine große Rolle.

Die Signalwege um dieses Molekül können die Leukozytenrekrutierung regulieren, aber auch die Funktion der Oligodendrozyten.

Die noch ungeklärten Fragen wollen die Dresdner Mediziner nun mit Hilfe der Projektförderung in Maus-Modellen untersuchen und damit den Weg ebnen für eine neue therapeutische Vision: das Protein Del-1 als Medikament gegen MS.

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