Direkt zum Inhaltsbereich

Forschungspreis für Seltene Erkrankungen verliehen

Veröffentlicht:

BERLIN (wul). Den mit 50.000 Euro dotierten Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen haben in diesem Jahr der Kinderarzt Dr. Oliver Semler und sein interdisziplinäres Team von der Universitätsklinik Köln erhalten.

Die Forscher haben eine bisher unbekannte Form der Glasknochenkrankheit entdeckt.

Im neuen Projekt wollen sie nun untersuchen, ob die Antikörpertherapie, die zur Behandlung der Altersosteoporose zugelassen ist, auch bei Kindern und Jugendlichen mit Glasknochenkrankheit wirksam ist.

Genetische Untersuchungen zeigen laut Semler, der selbst an der Glasknochenkrankheit leidet, dass eine Mutation eines Gens (SERPINF 1) für diese seltene Form der Erkrankung ursächlich ist.

Da oftmals die medikamentöse Therapie schlecht anschlägt, wollen die Forscher nun mit einem Antikörper, der unter die Haut gespritzt wird, erreichen, dass weniger Osteoklasten, die den Abbau der Knochensubstanz bewirken, gebildet werden.

Ein Vorteil des Antikörpers sei, dass er nach einigen Monaten komplett abgebaut ist, während Biophosphonate über viele Jahre an den Knochen gebunden bleiben. Später soll diese Therapie auch an Patienten mit der klassischen Form der Glasknochenkrankheit angewendet werden.

Der Forschungspreis ist eine Initiative der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung in Kooperation mit der Allianz chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE). Damit soll die Erforschung Seltener Erkrankungen gefördert werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Komorbiditäten bei Typ-2-Diabetes

Kaputte Knie? Schlecht für die Blutzuckerkontrolle!

Real-World-Daten

Duale Therapie: Chance bei refraktärer Psoriasisarthritis

Kasuistik

Seltene Kristallarthropathie nach Bypass-Operation

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Abb. 1: Veränderung gegenüber dem Ausgangswert im WOMAC-Gesamtscore (a) und im VAS-Schmerz (b) nach zwei Monaten und im weiteren Verlauf

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Osteoarthrose

Aktuelle Evidenz zur Wirksamkeit der intraartikulären Hyaluronsäure

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Recordati Pharma GmbH, Ulm
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Prognose meist günstig

Schulterschmerzen in der Hausarztpraxis: Aufklären statt röntgen!

(S)MART-Konzept

Das leisten Fixkombinationen bei Asthma

Lesetipps
 Nebenniereninsuffizienz

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Therapie mit Glukokortikoiden

Was beim Absetzen von Steroiden zu beachten ist

MRSA-Keime sind am 19.09.2017 im Institut für Hygiene und Gesundheit in Hamburg in einer Petrischale zu sehen. Die weißen Plättchen geben verschiedene Antibiotika ab, von denen einige die Keime im Umkreis absterben lassen.

© Daniel Reinhardt / dpa / picture alliance

Robert Koch-Institut

Antibiotika-Resistenzen: Digitales Tool greift Ärzten unter die Arme

Eine ältere Frau liest einen Beipackzettel

© Ingo Bartussek/stock.adobe.com

Datenbankanalyse

Vorsicht bei der Kombination von Antikonvulsiva mit DOAK