Orphan Diseases

Forschungspreise und neue Website

Patienten mit besonderen, nämlich seltenen Erkrankungen brauchen besondere Unterstützung: Eine neue Website und Forschungspreise sind Beispiele für eine solche Unterstützung.

Veröffentlicht:

MAINZ / BERLIN. Pünktlich zum diesjährigen Tag der seltenen Erkrankungen am 28. Februar geht ein entsprechender online-Versorgungsatlas an den Start.

Auf www.se-atlas.de können sich Betroffene, Ärzte und Interessierte einen Überblick über Versorgungsmöglichkeiten für Patienten mit seltenen Erkrankungen in Deutschland verschaffen, meldet die Universitätsmedizin Mainz.

Leiter des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projektes ist Tobias Hartz, wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI).

Erkrankung in Suchfeld eingeben

Besucher der Website können über ein Suchfeld eine Erkrankung eingeben - wobei bereits bei der Eingabe entsprechende Namen vorgeschlagen werden.

Nach dem Start der Suche werden relevante Einrichtungen in der interaktiven Landkarte markiert und so mit den entsprechenden spezifischen Kompetenzen und Behandlungsschwerpunkten hinsichtlich bestimmter Erkrankungen verknüpft.

Für nähere Infos kann die jeweilige Versorgungseinrichtung angeklickt werden. Durch die Angabe des Wohnortes kann sich der Besucher zusätzlich die Entfernung anzeigen lassen.

Neben dem IMBEI als koordinierende Einrichtung des se-atlas zählten zu den weiteren Projektpartnern das vom Institut für Humangenetik der Medizinischen Hochschule Hannover betriebene Orphanet, das Frankfurter Referenzzentrum für Seltene Erkrankungen, das Behandlungszentrum für Seltene Erkrankungen in Tübingen sowie die Allianz Seltener Chronischer Erkrankungen (ACHSE) als assoziierter Partner, teilt die Universitätsmedizin Mainz mit.

Dass Patienten mit seltenen Erkrankungen besondere Unterstützung brauchen, soll auch der Eva Luise Köhler Forschungspreis deutlich machen.

Preisträger ausgezeichnet

Er wird seit nunmehr acht Jahren von der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung in Kooperation mit der ACHSE, dem Dachverband der deutschen Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Seltenen Erkrankungen verliehen.

In dieser Woche sind die aktuellen Preisträger in feierlichem Rahmen an der Charité - Universitätsmedizin Berlin ausgezeichnet worden.

Das Team um Professor Heymut Omran aus Münster erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis für die Arbeit zu den Ursachen der primären Cilien Dyskinesie, einer seltenen Lungenerkrankung bei Kindern, teilt ACHSE mit.

Der mit 15.000 Euro dotierte Anerkennungspreis für Nachwuchswissenschaftler geht an Dr. Stefan Lobitz von der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Gemeinsam mit seinem Team plant er ein Projekt zur frühen Diagnostik der Sichelzellanämie.

In Deutschland leben rund 4 Millionen Menschen mit Seltenen Erkrankungen. Bisher können nur wenige 100 von 6000 bis 8000 Erkrankungen behandelt werden. (mal)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

Seltene, aber schwere Nebenwirkung

NSAR und Metformin: eine gefährliche Kombination

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Versteckte Zucker

Wie Fruktose den Nieren schadet

Lesetipps
Urinprobe für Harnsäuretests im Labor zur Feststellung von Anomalien im Urin.

© kittisak / stock.adobe.com

Treat-to-Target-Strategie

Gicht: Mit der Harnsäure sinkt auch das kardiovaskuläre Risiko