Leitartikel zu Herz-Stammzellen

Für die Routine ist es noch viel zu früh

Nach den Hämatologen bemühen sich Kardiologen seit einigen Jahren, Stammzellen für herzkranke Patienten nutzbar zu machen. Von einem Durchbruch sind sie trotz mehrerer ermutigender klinischer Studienergebnisse etwa mit kardialen Stammzellen allerdings noch weit entfernt.

Von Peter LeinerPeter Leiner Veröffentlicht:
Kardiologen träumen davon, mit Stammzelltherapie so erfolgreich zu sein wie die Hämatologen.

Kardiologen träumen davon, mit Stammzelltherapie so erfolgreich zu sein wie die Hämatologen.

© Springer Verlag

Davon träumen Kardiologen schon seit geraumer Zeit: eines Tages vielleicht so erfolgreich zu sein wie die Kollegen in der Hämatologie, die mit der Stammzelltherapie schon seit Jahrzehnten große Triumphe feiern können.

Immerhin bestätigen kardiologische Studien, dass die Anwendung von hämatopoetischen Stammzellen auch bei Herzpatienten meist sicher ist. Allerdings will sich der große Erfolg nach mehr als zehn Jahren intensiver klinischer Forschung bisher noch nicht so recht einstellen.

Zumindest die aktuellen Ergebnisse der Studie SCIPIO (Study of Cardiac Stem Cells Infusion in Patients with Ischemic CardiOmyopathy), die Ende 2012 der Öffentlichkeit präsentiert wurden, lassen aber erahnen, welches Potenzial in spezialisierten Stammzellen für Herzkranke steckt.

Zur Erinnerung: Die SCIPIO-Studie hat ergeben, dass die intrakoronare Infusion autologer kardialer Stammzellen bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz nach einem Myokardinfarkt die linksventrikuläre Auswurffraktion signifikant steigern kann, und zwar nach zwei Jahren um absolut fast 13 Prozent - von unter 40 Prozent zu Studienbeginn ...

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