Diabetes mellitus

Gesünder unter 7: KiDS-Kurs und Jakobsweg lindern Diabetes

Wie lernt man einen unverkrampften Umgang mit Diabetes? Bei der Aufklärungsaktion wurden ungewöhnliche Wege geschildert.

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Frankfurt / Main. Der Umgang mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, wie bei der von Sanofi initiierten Aktion „Gesünder unter 7 plus“ im Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt/Main deutlich wurde. Bei der zentralen Veranstaltung der Aktionstage haben Diabetes-Blogger und zwei ganz spezielle Ärzte von ihren persönlichen Erfahrungen berichtet. „Als ich vor über 40 Jahren im Alter von vier an Typ-1-Diabetes erkrankt bin, hat mir mein Arzt ein Bonbon hingehalten und gesagt: Wenn du jeden Tag eine solche Süßigkeit isst, dann stirbst du“, erzählte zum Beispiel der 49-jährige Blogger Michael bei der Veranstaltung.

Solche Einschüchterungen gibt es zum Glück nur noch selten, trotzdem fühlen sich vor allem Kinder mit Diabetes heute immer noch sehr einsam, hat Dr. Karsten Milek aus Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt berichtet. Der Diabetologe betreut seit 25 Jahren den „KiDS-Kurs“, eine Ferienfreizeit für Kinder mit Typ-1-Diabetes. Häufig sagen die Teilnehmer: „Ich dachte schon, außer mir hat sonst niemand die Krankheit, und hier treffe ich viele andere.“ Die Kinder schauen sich voneinander ab, was man bei der Diabetestherapie schon in jungen Jahren alles selbst machen kann, betonte Milek.

Ein Diabetiker, der sich in der Öffentlichkeit Insulin spritzt, wurde früher oft als Belästigung empfunden. Für die Diabetes-Bloggerin Lisa ist das heute so selbstverständlich wie eine Sonnenbrille aufsetzen, sagte sie bei der Aktion.

Eine solche unverkrampfte Einstellung beugt auch den häufigen Depressionen bei Diabetes vor. Die AG Diabetes, Sport & Bewegung der DDG hat dazu ein besonderes Projekt, berichtete Dr. Stephan Kress aus Landau. Im Frühjahr wollen sie mit Patienten auf dem Jakobsweg pilgern. Die innere Sammlung und der Abstand zum Alltag sollen helfen, mit der Krankheit ins Reine zu kommen. (eis)

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