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Engpässe bei Grippeimpfstoffen

GlaxoSmithKline will in die Bresche springen

GlaxoSmithKline fordert, die Exklusivität von Grippeimpfstoffen bei Lieferengpässen aufzuheben.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN/DRESDEN. Vor dem Hintergrund von Versorgungsschwierigkeiten mit Grippeimpfstoffen in Sachsen - dort haben Kassen die Lieferanten per Ausschreibung bestimmt - hat das Unternehmen GlaxoSmithKline angeboten, mit seinem trivalenten Impfstoff sofort auszuhelfen.

Das Problem dabei: Wer als Hersteller eine Ausschreibung gewinnt, bekommt dafür meist eine Exklusivität zugesichert.

"Es ist grotesk, dass ausgerechnet die Bevölkerung in Sachsen, die gemäß der Ausschreibung nicht von in Dresden produzierten Grippe-Impfstoff profitieren darf, nun auf einen anderen Impfstoff wartet", konstatiert Dr. Peter Schu, Leiter des GSK-Impfstoffwerks in Dresden.

"Unsere Auslieferungen an unsere Vertragspartner laufen reibungslos", versichert Schu.

Zeitnahe Aufhebung der Exklusivität gefordert

Nun gehe es darum, dass in den Regionen, in denen wie in Sachsen kein Impfstoff geliefert werden kann, schnellstmöglich der Markt für andere verfügbare saisonale Grippeimpfstoffe geöffnet werde.

Eine solche schnelle Aufhebung der Exklusivität sei noch im Frühjahr unter anderem vom vdek gefordert worden, sagte Dr. Angelika Kurz, Leiterin Regional Marktes Access bei GSK in München.

Daher erwarte man in solchen Situationen zeitnah die Aufhebung der Exklusivität für eine schnelle Versorgung in Sachsen mit verfügbaren Impfstoffen anderer Hersteller.

Gegen die Ausschreibungen spreche zudem, dass diese durch ihre Laufzeit und frühe Verhandlungen den Zugang zu Innovationen bei saisonalen Impfstoffen verhindern.

Derzeit stünden zwei neue Impfstoffe zur Verfügung, von denen lediglich Privatpatienten profitieren könnten: eine neuartige Darreichungsform und ein Impfstoff, der um einen Virusstamm erweitert worden ist und somit gegen vier Virusstämme schützt.

GSK habe einen Dialog mit allen Beteiligten angeboten, das Angebot sei nicht aufgegriffen worden. Daher fordert das Unternehmen, Ausschreibungen für saisonale Impfstoffe baldmöglichst abzuschaffen. (HL)

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