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Kommentar

Grippeimpfung immer mit Rendite

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Ob Zufall oder Absicht - oft gibt es zu Beginn der Grippe-Impfsaison ein Paper in einem Journal, das Zweifel am Nutzen der Impfung schürt.

Der Kern solcher Publikationen hat dabei etwas Wahres: Alte, oft multimorbide Patienten sprechen schlecht auf die Impfung an. Und gerade sie sind durch eine saisonale Influenza besonders gefährdet. Das ist das Dilemma.

Doch kein Arzt sollte sich von diesem Dilemma bremsen lassen und von der Impfung absehen. Auch wenn der Nutzen der Impfung mit dem Alter des Impflings nachlässt, es besteht immer ein solcher Nutzen - ob die Schutzrate nun bei 60 oder nur bei 30 Prozent liegt. Und: Diesen Nutzen gibt es quasi ohne Risiko.

Der Schutzeffekt der Grippeimpfung kann im Übrigen noch weiter gesteigert werden: Wer in Seniorenheimen arbeitet, sollte sich ebenso impfen lassen wie medizinisches Personal mit Kontakt zu besonders grippegefährdeten Patienten. Das schützt doppelt: den Mitarbeiter und die betreuten Menschen.

Ob Grippeimpfstoffe der Zukunft - vor allem für die primären Impfzielgruppen - immunogener sein werden, wissen wir nicht. Zur Zeit haben wir nun einmal nur die üblichen Vakzinen. Und die müssen jetzt verimpft werden.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Universelle Grippe-Impfung: Nur eine Illusion?

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