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Großer Bedarf an Impfaufklärung

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Etwa 35 Prozent der Eltern in Deutschland haben Vorbehalte gegen einzelne Impfungen, die für ihre Kinder empfohlen sind. Das hat eine aktuelle Umfrage der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergeben.

Auch weitere Ergebnisse der repräsentativen Untersuchung sind eher unerfreulich für die Impfmedizin: 20 Prozent der Eltern befürchten, dass Impfungen Allergien auslösen und 38 Prozent halten Masern für ungefährlich.

Dies verdeutlicht erneut, dass es in Deutschland einen großen Bedarf an seriöser Impfaufklärung gibt. In der Bevölkerung wird zum Beispiel nicht registriert, dass auch bei uns immer wieder Kinder an Masern-Folgen sterben.

Nach Analyse der Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen sind von 2003 bis 2009 bei uns 19 Kinder an der stets tödlich verlaufenden Masern-Spätfolge SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) erkrankt. Auch beim noch andauernden Masernausbruch in München hat es gerade einen Todesfall gegeben.

Die beste Informationsquelle zu Impfungen ist für Eltern immer noch ihr Arzt. Sachliche Gespräche mit Skeptikern können viel bewirken. Es lohnt sich zudem, Informationsmaterial seriöser Quellen wie der BZgA bereitzuhalten.

Lesen Sie dazu auch: Gerade bei Impfskeptikern hilft der Rat des Arztes

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