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Kommentar

Gute Gründe für HPV-Impfung

In Deutschland wird die HPV-Impfung leider noch recht wenig genutzt: Das sollte sich ändern.

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Seit mehr als zehn Jahren werden Mädchen, und mittlerweile auch Jungen, gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft – zum Schutz vor HPV-assoziierten Erkrankungen wie Zervixkarzinom oder Genitalwarzen. Dass sich dieser Aufwand lohnt, beweist eine aktuelle Metaanalyse, in der Daten von 60 Millionen Menschen aus 14 Ländern vor und nach Einführung der HPV-Impfung verglichen wurden.

Demnach ist jetzt klar: Seit Einführung dieser Impfung ist die Prävalenz von HPV-Infektionen mit Hochrisikovirustypen, Genitalwarzen und Zervixkrebsvorstufen deutlich zurückgegangen, und zwar nicht nur bei geimpften, sondern auch bei nicht-geimpften Personen.

Klar ist aber auch, dass der Schutz von Geimpften und vor allem von nicht Geimpften umso besser funktioniert, je höher die Impfrate ist. In Australien, Dänemark, Neuseeland und Kanada wurden bereits hohe Impfquoten von mindestens 50 Prozent erreicht.

In Deutschland wird die HPV-Impfung leider noch recht wenig genutzt: So waren nach einer STIKO-Analyse Ende 2016 lediglich 31 Prozent der 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft. Aus gutem Grund empfiehlt die STIKO mittlerweile, nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV zu impfen.

Lesen Sie dazu auch: Metaanalyse: HPV-Impfung – Real-Life-Daten bestätigen Schutzeffekt

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