Haut-Krankheiten

Haarausfall? Kontrolle des Eisens ist ratsam

CLICHY (ars) Bei Frauen, die Haarausfall haben, kann es sich lohnen, den Eisenspiegel zu bestimmen. Denn ein niedriger Ferritingehalt im Serum ist ein Risikofaktor für den Haarverlust, wie französische Forscher entdeckt haben.

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So lag bei knapp 60 Prozent der Studienteilnehmerinnen, die einen starken Haarausfall angaben, der Eisenspiegel unter 40 μg/l. Dagegen haben in der Allgemeinbevölkerung nur knapp 50 Prozent der Frauen einen derart niedrigen Wert. Bei fast jeder vierten Frau mit starkem Haarausfall betrug der Serum-Ferritinwert weniger als 15 μg/l.

Herausgefunden haben das Dr. Claire Deloche aus Clichy in einer Studie, an der gut 5000 Frauen zwischen 35 und 60 Jahren beteiligt waren.

Haarfollikelzellen haben einen aktiven Stoffwechsel

Den Zusammenhang zwischen Eisen und Haarwachstum erklären die Wissenschaftler so: Haarfollikelzellen, die zu den teilungsaktivsten Zellen des menschlichen Körpers gehören, haben einen hohen Stoffwechselumsatz und sind daher auf eine gute Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen angewiesen. Speziell beim Eisen ist eine kontinuierliche Zufuhr erforderlich, weil der Körper keine Depots bildet. Wird zu wenig aufgenommen, erhöht sich das Risiko für Haarausfall - schon bevor Zeichen einer Anämie auftreten.

Fleisch, Vollkornbrot oder Minze liefern viel Eisen

Ursachen für einen Eisenmangel können verstärkte Menstruationsblutungen, vegetarische Kost, Magen-Darm-Erkrankungen, Hobby- oder Leistungssport, Schwangerschaft oder Stillzeit sein. Besonders Frauen mit diesen Voraussetzungen raten die Wissenschaftler daher, Eisenlieferanten in ihrer Ernährung zu berücksichtigen: zum Beispiel Rind- und Schweinefleisch, Vollkornbrot, Hülsenfrüchte, Thymian, Minze, Cashew- oder Sonnenblumenkerne.

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