Direkt zum Inhaltsbereich

Hautzellen in Stammzellen verwandelt

CAMBRIDGE (ddp). Wissenschaftler sind dem Ziel einen großen Schritt näher gekommen, maßgeschneiderte embryonale Stammzellen ohne das Töten von Embryonen zu erzeugen: Es gelang ihnen, bereits spezialisierte Hautzellen von Mäusen genetisch so umzuprogrammieren, dass sie nicht mehr von embryonalen Stammzellen unterscheidbar waren.

Veröffentlicht:

Nötig sei dazu das Einschleusen von vier Genen und ein ausgeklügeltes Auswahlverfahren der Zellen gewesen, so drei Forschergruppen um Professor Rudolf Jaenisch vom Whitehead-Institut in Cambridge (Nature-Online, Cell Stem Cell 1, 2007, 55). Ob sich das Verfahren jedoch auf menschliche Zellen übertragen lassen wird, sei heute noch unklar, betonen alle Teams übereinstimmend.

Die jetzt erzeugten Zellen ließen sich trotz intensiver Tests nicht mehr von echten embryonalen Stammzellen unterscheiden, berichten die Forscher. Auch waren die Zellen in der Lage, nach einer Injektion in einen sich entwickelnden Embryo jede Art von Körpergewebe zu bilden und wurden sogar an die nächste Generation Mäuse weitergegeben.

Sollte die Methode einmal mit Humanzellen funktionieren, könnten so bei Bedarf für jeden Menschen embryonale Stammzellen hergestellt werden, die sein eigenes Erbgut tragen und daher nicht vom Körper abgestoßen werden.

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

© LASZLO / stock.adobe.com

Neu diagnostiziertes Multiples Myelom

Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Retrospektive Kohortenstudie

Gesundheits-Check-up: Was bringt die Prüfung auf Herz und Nieren?

Lesetipps
Tastatur mit Rollstuhlsymbol

© Markus Mainka / Shotshop / picture alliance

Barrierefreiheit ist Pflicht

So wird Ihre Praxiswebseite barrierefrei