Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zu Prostata-Ca

Herzrisiko Hormonentzug

Von Beate Schumacher Veröffentlicht:

In manchen Fällen könnte das Herz darüber entscheiden, ob ein Patient mit Prostatakarzinom von einer hormonablativen Therapie profitiert oder nicht. Der Androgenentzug wirkt sich nicht nur ungünstig auf Gewicht, Insulinsensitivität und Blutfette aus.

Speziell bei Patienten nach Myokardinfarkt oder mit Herzinsuffizienz scheint er auch mit einer erhöhten kardiovaskulären Mortalität einherzugehen.

Eine vorbestehende KHK könnte daher bei Patienten mit NiedrigRisiko-Karzinomen den Ausschlag geben, auf einen Hormonentzug zu verzichten. Bei aggressiven Karzinomen dagegen ist ein Überlebensvorteil auch dann belegt, wenn eine kardiale Erkrankung bekannt ist.

Derzeit spricht nichts dafür, diesen Männern die hormonablative Behandlung vorzuenthalten. Wichtig ist, die Patienten über das mögliche Risiko aufzuklären, regelmäßig Blutdruck, Blutfette und Blutzucker zu bestimmen und die Behandlung kardialer Risiken zu optimieren, wie dies die American Heart Association schon länger empfiehlt.

Die Toxizität des Androgenentzugs wird allerdings von vielen Ärzten unterschätzt. Neue Daten zeigen, dass sie neben Libidoverlust, Hitzewallungen, Osteoporose und Muskelschwäche auch das Herz im Blick haben müssen.

Lesen Sie dazu auch: Prostata-Ca: Androgen-Entzug ist bei Herzpatienten riskant

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Progression bremsen

Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern: Wann initiieren?

Lesetipps
Syphilis-Läsion im Mund einer infizierten Person.

© CID / Science Photo Library

Kein Herpes, kein Krebs

Was steckte hinter den schlecht heilenden Ulzera im Mund?