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KOMMENTAR

Hoffnungsvoller Ansatz gegen Malaria

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Es werden inzwischen viele Strategien geprüft, mit denen die Malaria ausgerottet werden soll. Viele haben dabei die Überträger der Malaria-Erreger (Plasmodien) im Fokus. Anfangs wurde vor allem mit dem Insektengift DDT versucht, den Stechmücken den Garaus zu machen. Mit den Methoden der Gentechnik soll nun gezielter und nicht umweltbelastend versucht werden, den Malaria-Erregern die Lebensgrundlage zu entziehen. Denn die Erreger brauchen Stechmücken für ihren sexuellen Vermehrungszyklus.

Hoffnungsvoll stimmt daher die Meldung, dass es zum einen gelungen ist, Stechmücken genetisch so zu verändern, dass sich die Malaria-Erreger in den Insekten nicht vermehren können. Und zum anderen, dass solche transgenen Stechmücken auch noch einen Überlebensvorteil im Vergleich zu nicht veränderten Stechmücken haben. Sie vermehren sich viel besser als unveränderte Insekten, wenn sie sich an Plasmodien-haltigem Blut laben - zumindest im Labor. Glücklicherweise haben sich damit erste Beobachtungen, nach denen genetisch veränderte Malaria-Überträger von den natürlich vorkommenden Insekten rasch verdrängt werden, nicht bestätigt.

Bevor genetisch veränderte Insekten jedoch tatsächlich zur Malaria-Bekämpfung genutzt werden können, wird es noch viele Jahre dauern. Denn noch steht der Beweis aus, dass sich solche Insekten nicht so verändern, dass sie das Ökosystem durcheinanderbringen.

Lesen Sie dazu auch: Ein Trick gegen Malaria

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