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IGeLn fördert die gesunde Ernährung

NEU-ISENBURG (ars). Mit IGeL-Angeboten können Ärzte zu gesunder Ernährung beitragen. Einen aktuellen Anlass, solche Leistungen vorzuschlagen, bietet ein Gesundheitstag am Samstag, dem 7. März.

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Geht schnell, schmeckt gut und ist auch noch gesund: Mahlzeiten mit frischen Lebensmitteln selbst zuzubereiten.

Geht schnell, schmeckt gut und ist auch noch gesund: Mahlzeiten mit frischen Lebensmitteln selbst zuzubereiten.

© Foto: Artemis Gordon www.fotolia.de

85 Prozent der Bevölkerung in Deutschland halten ihre Essgewohnheiten nicht für richtig, trotzdem kochen 40 Prozent nie mit frischen Zutaten. Fertiggerichte aber enthalten mehr Fett, Salz und Zusatzstoffe. Die Folgen des Essens "to go": Adipositas und Stoffwechselkrankheiten.

Zur Vorbeugung veranstaltet der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) am Samstag den 12. Tag der gesunden Ernährung. Unter dem Motto: "So einfach geht's: Gesund, lecker und fix zubereitet" möchte er Familien und Berufstätige anregen, selbst zu kochen, statt zu Fastfood zu greifen. In Vorträgen, Ausstellungen, Verkostungen oder Kochkursen klären Diätassistenten, Ärzte und Apotheker auf, wie man trotz Zeitmangel gesunde Lebensmittel einkaufen, zubereiten und genießen kann.

Ernährungsmedizin gehört meist nicht zu den Kassenleistungen. Die Patienten in der Schwerpunktpraxis von Dr. Lutz Tünnermann aus Essen sind zu 70 Prozent Übergewichtige, die abnehmen möchten. Als IGeL-Diagnostik bietet er ihnen an, was die Leitlinien vorgeben: Erfassen des Ganzkörperstatus, Labor, Belastungs-EKG, um die Eignung für Sport zu prüfen, Ultraschall des Oberbauchs mit Fokus auf die Galle, weil sich sowohl durch Übergewicht als auch durch Abnehmen vermehrt Gallensteine bilden können.

Zur Gewichtsreduktion schlägt er eine multimodale Gruppentherapie vor. "Abnehmen mit anderen fördert die Motivation", so Tünnermann zur "Ärzte Zeitung". Die Kursabende bestreitet er zusammen mit Diätassistentin, Psychotherapeut und Sportverein. Er bezahlt seine Mitarbeiter und rechnet mit den Patienten zu seinen Sätzen ab. Hausärzte können die Patienten aber auch zu unabhängigen Fachkräften schicken.

Den Therapie-Erfolg überprüft er seit kurzem mit Bio-Impedanz-Analysen. "Lange habe ich das Messen des Bauchumfangs für ausreichend gehalten", berichtet Tünnermann. "Aber die Bestimmung des Körperfetts und der Geräte-Ausdruck, den man den Patienten mitgeben kann, sind anschaulicher und darum effektiver als das Mitteilen von Zahlen."

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