KOMMENTAR

Impfstoff ist knapp, jetzt zählt Beratung

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Die Impfstoffhersteller hatten gut vorgesorgt. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts wurden dieses Jahr bisher neun Millionen Dosen FSME-Impfstoff freigegeben. Zum Vergleich: 2006 waren es nur 5,7 Millionen FSME-Impfdosen. Das entspricht einer Steigerung von über 60 Prozent. Trotzdem ist es jetzt zu einem Engpass gekommen. Die Nachfrage ist größer als das Angebot.

Doch diese Situation hat eindeutig auch positive Aspekte, denn sie spiegelt ein erhöhtes Problembewusstsein bei Ärzten und Patienten wider. Und sie zeigt, dass die Akzeptanz der Impfung gestiegen ist.

Zur erhöhten Nachfrage beigetragen hat aber auch die Tatsache, dass das Robert-Koch-Institut im April die Risikogebiete erweitert hat: 33 Kreise wurden neu als FSME-Risikogebiete eingestuft. Das hat die Zahl potenzieller Impflinge erhöht.

Die Schattenseite der aktuellen Situation: Die Kollegen, die jetzt keinen FSME-Impfstoff haben, können notwendige Impfungen nicht vornehmen. Ihnen bleibt nur, die Situation zu erklären. Und sie müssen ihre Patienten auf Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen hinweisen. Wer nicht von einer Zecke gestochen wird, ist nicht nur vor FSME, sondern auch vor Borreliose geschützt. Und: Es wird wieder einmal deutlich, wie wichtig ein kontinuierliches, aktives Impfmanagement in der Praxis ist. Denn ein Patient, der schon im letzten Jahr grundimmunisiert wurde, benötigt frühestens in zwei Jahren eine Auffrischimpfung.

Lesen Sie dazu auch: FSME-Impfstoff ist weiter kaum zu bekommen "Patienten sind über fehlenden Impfstoff teilweise sehr verärgert"

Mehr zum Thema

Fallbeispiele

Diagnostik der Neuroborreliose: Der Liquor weist den Weg

Impfreaktionen vs. Impfkomplikationen

Impfen für ein gesundes Gehirn

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH
Medizinischer Infusions-Tropf mit buntem Hintergrund

© Trsakaoe / stock.adobe.com

Hochdosis-Therapie

Vitamin C bei Infektionen und Long-COVID

Anzeige | Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH
Maximale Vitamin-C-Blutspiegel nach oraler (blau) und parenteraler (orange) Tagesdosis-Gabe.

© Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH

Vitamin-C-Infusion

Parenterale Gabe erzielt hohe Plasmakonzentrationen an Vitamin C

Anzeige | Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung

Was tun, wenn Unterzucker nicht bemerkt wird?

Lesetipps
Eine Figur steht in einem Irrgarten.

© imaginando / stock.adobe.com

Kasuistik

Patient mit juckendem Ausschlag: Irrwege bis zur richtigen Diagnose

Nur noch Kerzen erleuchten die Fenster eines Wohnhauses in Berlin. Nach dem Brand einer Kabelbrücke sind im Südwesten tausende Haushalte und Betriebe ohne Strom.

© Carsten Koall/dpa

Update

Praxen im Südwesten betroffen

Wieder Stromausfall in Berlin: Kollege Sommer berichtet von seinen Erfahrungen