Direkt zum Inhaltsbereich

10. Gyn Update

In zwei Tagen auf dem neusten Stand zu Gynäkologie

Veröffentlicht:

BERLIN. Das Gyn Update feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Es findet vom 23.-24. November in Berlin statt. Auch im 10. Jahr bleiben die Initiatoren ihrem erfolgreichen Konzept treu: Ein Expertenteam kommentiert alle für das Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe wichtigen Studien des vergangenen Jahres, analysiert diese kritisch und gibt den Teilnehmern handfeste Ratschläge für Klinik und Praxis mit auf den Weg.

Neben den bewährten Themen wird das Gyn Update 2018 um folgende Hot Topics erweitert: Sexualmedizin, Haut und Haare sowie Sexuell übertragbare Infektionen. Ein wichtiges Thema bei der Fortbildungsveranstaltung in Berlin wird auch die HPV-Infektion und die Früherkennung bzw. Prävention des Zervixkarzinoms sein. So schützt die HPV-Impfung nicht nur vor Zervixkrebsvorstufen, sondern auch vor invasiven HPV-assoziierten Tumoren, wie eine aktuelle Analyse von Daten des finnischen Krebsregisters ergeben hat (Int J Cancer 2018; 142(10): 2186-2187).

Tapio Luostarinen vom Finnish Cancer Registry in Helsinki und sein Team stützen sich dabei auf die Follow-up-Daten von Teilnehmerinnen zweier Phase-III-Studien (866 und 2465 im Alter von 16 bis 17 Jahren gegen HPV6/11/16/18 und HPV16/18 geimpfte Mädchen) aus den Jahren 2002 bis 2005 und einer Vergleichskohorte von 15.665 nicht geimpften jungen Frauen. Einbezogen wurden zudem Ergebnisse aus einer Phase-IV-Studie von 2007 bis 2008, an der 6198 gegen HPV16/18 geimpfte und 2173 gegen Hepatitis-B-Virus geimpfte Mädchen im Alter von 14 bis 15 Jahren teilgenommen hatten.

Auf Basis dieser Daten wurde die Krebsinzidenz bei geimpften und nicht geimpften Frauen über sieben Jahre, und zwar zwischen Juni 2007 und Dezember 2015 ermittelt. Einbezogen wurden die Daten von 9529 gegen HPV geimpften und 17.838 nicht geimpften Frauen. Daraus ergaben sich 65.656 Nachbeobachtungsjahre für geimpfte und 124.245 Jahre für nicht geimpfte Frauen.

Bei gegen HPV geimpften Frauen trat kein einziges invasives Karzinom pro 65.656 Frauen pro Jahr auf. Bei nicht geimpften Frauen dagegen entwickelten sich zehn HPV-assoziierte invasive Malignome pro 124.245 Frauen pro Jahr; das entspricht einer Rate von acht Erkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr: acht Zervixkarzinome (6,4 Erkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr), ein Oropharynx-Ca (0,8 Erkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr) und ein Vulva-Ca (0,8 Erkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr. (ikr)

Mehr Infos gibt es im Internet auf: www.gyn-update.com

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Tyrosinkinase sFlt-1 im Visier

Präeklampsie: Apherese könnte Schwangerschaft verlängern

Das könnte Sie auch interessieren
Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Schmerzen bei Demenz-Patienten: Welche Fallstricke lauern in der Diagnostik?

Start-up

Kryokonservierung: Der Traum vom ewigen Leben

Lesetipps
Nahaufnahme einer Zecke

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Nahrungsmittelallergien

Seltsame Anaphylaxien: Ein Fall für Detektive