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Vorbereitung zur Computertomografie. Die verbesserte Technik trägt dazu bei, dass auch mehr neuroendokrine Tumoren gefunden werden als früher. © di

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Inzidenz neuroendokriner Tumoren seit Anfang der 70er Jahre gestiegen

Bei immer mehr Patienten werden neuroendokrine Tumoren entdeckt: Die Inzidenz ist zwischen 1973 und 2003 kontinuierlich gestiegen.

Von Stefan Käshammer

Die meisten neuroendokrinen Tumoren (NET) wachsen langsam, weil sie gut differenziert sind. Zu den gering differenzierten und daher aggressiveren NET gehört das kleinzellige Lungenkarzinom. Etwa 80 Prozent der NET-Patienten haben ein NET des Magen-Darm-Traktes oder des Pankreas.

Ein Grund für die seit Anfang der 70er Jahre gestiegene Inzidenz der NET sei die verbesserte Qualität der Diagnostik, vor allem der Endoskopie, der Computertomografie (CT) und der molekularen Bildgebung wie der Positronenemissionstomografie (PET). Das berichtete Professor Günter Klöppel von der Uniklinik Kiel. "Heute werden Tumoren entdeckt, die wir in den 70er Jahren vielleicht nie festgestellt hätten", sagte Klöppel. Die Inzidenz liegt derzeit zwischen einem und zwei Prozent pro 100 000 und Jahr.

Goldstandard zu Sicherung der NET-Diagnose ist die Histologie aus einer Biopsie oder nach einer Op. Daten des Deutschen NET-Registers, in dem histopathologische und immunhistologische Befunde gesammelt werden, belegen jedoch, dass zwischen 2004 und 2007 bei einem Drittel der NET-Patienten eine gut dokumentierte Histologie fehlt.

In der nicht-invasiven Diagnostik nimmt die konventionelle Somatostatin-Rezeptor-Szintigrafie (SRS) und seit einigen Jahren auch die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) mit Gallium-68-markierten Somatostatin-Analoga einen zentralen Platz ein. Damit werden diese Rezeptoren auf NET-Zellen sichtbar, sagte Dr. Matthias Miederer, Nuklearmediziner an der Universität Mainz.

Der Diagnose-Algorithmus der European Neuroendokrine Tumor Society sieht etwa bei Patienten mit Dünndarm-NET und sonografischem Nachweis von Lebermetastasen nach histologischer Sicherung eine SRS oder eine PET zum Staging vor. Die Sensitivität sei hier bei der PET am höchsten, so Miederer. In Zukunft müssten noch Daten zum Nutzen der PET zur Verlaufskontrolle nach Therapie gesammelt werden.

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