Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Ja zu Rauch- und Werbeverboten!

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Suchtkranke haben keinen freien Willen - geht es um ihre Sucht. Deshalb ist es ja eine Sucht. Keine Sucht ohne den Drang zum Konsum. Das ist medizinisches Allgemeinwissen. Und: Tabakabhängigkeit findet sich in der WHO-Klassifikation von Krankheiten.

Was dem Heroinabhängigen der regelmäßige Druck ist, ist dem Tabakabhängigen seine regelmäßige Zigarette. Juristisch besteht ein Unterschied: Das eine ist illegal, das andere nicht. Medizinisch aber macht das keinen Unterschied: In beiden Fällen handelt es sich um Abhängigkeit.

Und noch einen Unterschied gibt es: Der Fixer schadet gesundheitlich nur sich selbst, der Raucher auch seinen Mitmenschen - solange es keine bundesweiten Rauchverbote gibt. Dass die viel bringen, ist belegt. In Ländern mit Rauchverboten ist die Zahl von Herzinfarkten rückläufig, weniger Menschen fangen an zu rauchen.

Es gibt also viele Argumente für Rauchverbote. Minister Rösler muss seine noch kürzlich geäußerte Ablehnung von Rauchverboten dringend überdenken. Ein Gesundheitsminister sollte "ja" sagen zu Rauchverboten! Und "nein" sagen zur Werbung für ein Suchtmittel mit so vielfältigen negativen Wirkungen. Damit sich Deutschland nicht weiter sperrt gegen ein EU-Werbeverbot.

Top-Thema Welt-Nichtrauchertag: Jugendliche Raucher gefährden ihre Knochen Drei Viertel der Bundesbürger sind Nichtraucher Keine neuen Kunden für die Tabakindustrie! Tabakprävention in Schulen - das klappt ziemlich gut Zahnärzte wollen Warnhinweis: "Rauchen kostet Zähne" Welt-Nichtrauchertag: Schwangere Raucherinnen besser aufklären Studienteilnehmer gesucht: 2010 Rauchfrei genießen   Kommentar: Ja zu Rauch- und Werbeverboten! Buchtipp: Anstiftung zum Nichtrauchen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie

Post-COVID-Syndrom: Blutwäsche in Studie ohne Nutzen für Betroffene?

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen