Typ-2-Diabetes

Jeder Dritte verweigert zunächst Insulin

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BOSTON. Fast jeder dritte Typ-2-Diabetiker, der eine Insulintherapie benötigt, verweigert die Injektionen zunächst. Das ergab die Analyse der Daten von 3295 Patienten aus 1501 Allgemeinarztpraxen in den USA (Diabet Med 2017, online 14. September). Die Patienten hatten von ihren Ärzten wegen unzureichender Blutzuckerkontrolle eine Insulintherapie empfohlen bekommen, aber 30 Prozent verweigerten die Spritzentherapie. Und: Die größten Widerstände gab es bei Patienten mit den schlechtesten Werten. Jeder Dritte hatte einen HbA1c von 9 Prozent und höher.

38 Prozent der Verweigerer begannen allerdings schließlich doch mit der Insulintherapie. Bis dahin dauerte es aber im Mittel 790 Tage. Die Konsequenz der verzögerten Insulinbehandlung war ein Anstieg des HbA1c von im Schnitt 8,7 auf 9,1 Prozent. Weitere Recherchen ergaben zudem, dass viele Patienten mit schlecht kontrolliertem Diabetes ihre Insulintherapie zwischenzeitig wieder abgesetzt hatten, berichten die Studienautoren um Dr. Naoshi Hosomura vom Brigham and Women's Hospital in Boston. Zwei Drittel dieser Verweigerer hätten HbA1c-Werte von 9 Prozent oder höher gehabt. (rb)

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