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Jugendlichen reicht eine Pertussisimpfung

WIESBADEN (ner). Die Impfung gegen Keuchhusten oder eine durchgemachte Pertussis-Erkrankung schützt maximal sieben bis acht Jahre vor der Infektion. Deshalb sollte im Vorschulalter und in der Adoleszenz der Schutz in Kombination mit der Diphtherie- und Tetanus-Impfung aufgefrischt werden.

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Darauf hat Professor Fred Zepp von der Universitätsklinik in Mainz beim Pädiatrie-Update in Wiesbaden aufmerksam gemacht. Nach Angaben des Kinderarztes und STIKO-Mitglieds hat man beobachtet, dass ansonsten vermehrt Keuchhusten auftritt.

Ein Problem sei jedoch, dass vor allem Jugendliche oder ihre Eltern oft nicht wissen, ob sie eine Impfung erhalten haben oder an Pertussis erkrankt waren. "Jugendliche mit unbekannter Pertussis-Impf- oder Infektions-Anamnese können durch die einmalige azelluläre Pertussis-Impfung suffizient geschützt werden", sagte Zepp mit Verweis auf eine Studie mit 123 Probanden im Alter zwischen 11 und 18 Jahren. Die einmalige intramuskuläre Impfung mit einem Tdap-Impfstoff (Tetanus, Diphtherie, Pertussis) war gut vertragen worden, egal, welche Anamnese diese Kinder und Jugendlichen hatten. Es traten keine schweren unerwünschten Wirkungen auf. Knapp neun Prozent der Teilnehmer berichteten über Schwellung, Schmerzen oder Müdigkeit. Für alle drei Impfantigene war ein guter Anstieg der Antikörperkonzentrationen zu verzeichnen (Vaccine 24, 2006, 2043).

Allerdings wird von der STIKO empfohlen, eine Impfung mit Komponenten gegen Tetanus und Diphtherie (Td) nicht früher als fünf Jahre nach der zuletzt verabreichten Dosis vorzunehmen. Denn ansonsten träten vermehrt unerwünschte Lokalreaktionen auf, heißt es. "Das ist gelegentlich ein Problem, weil es keinen Einzelimpfstoff gegen Pertussis mehr gibt", so Zepp.

Der Impfexperte konnte hierbei jedoch Entwarnung geben. In einer kanadischen Studie hatten 7000 Kinder und Jugendliche den kombinierten Tdap-Booster zwei bis zehn Jahre nach der ersten Impfung erhalten, ohne dass die Länge des Impfintervalls Auswirkungen auf die Häufigkeit von Rötungen, Schwellungen, Schmerzen oder Fieber gehabt hatte.

Fazit von Zepp: Die Auffrischung mit Tdap-Kombinationsimpfstoffen hat selbst nach zwei Jahren ein vertretbares Nebenwirkungsrisiko.

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