Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Kein Reflex beim Reflux!

Von Dr. Elke Oberhofer Veröffentlicht:

Die Versuchung ist groß: Einfach mal reinschauen in die Speiseröhre, dann sieht man schon, was Sache ist. Sicher, es spricht vieles für eine frühzeitige Endoskopie bei besonders lästigem Sodbrennen.

Der Patient ist beruhigt, man kann einen Barrett, einen Tumor oder eine Striktur ausschließen, und man schützt sich im Ernstfall vor Regressansprüchen.

Auf der anderen Seite ist eine Endoskopie eine invasive Maßnahme, die durchaus ihre Risiken hat. Perforationen oder Aspirationspneumonien sind zwar selten, aber wer sehr häufig endoskopiert, wird möglicherweise doch einmal einen Zwischenfall produzieren.

Neue Best-Practice-Empfehlungen aus den USA (Ann Intern Med 2012; 157: 808) sind in einem Punkt klar: Ein Zuviel kann schaden.

Bei typischer Refluxösophagitis ohne Alarmsymptome soll man es erst einmal mit einem PPI versuchen. Erst wenn dann der Erfolg ausbleibt, ist eine Endoskopie gerechtfertigt. Vor allem bei Frauen und bei jüngeren Patienten spricht die Statistik gegen ein Routinescreening.

In den Fokus nehmen sollten Sie dagegen Männer über 50. Raucht der Patient? Ist er übergewichtig? Beides sind wichtige Risikofaktoren für den Reflux. Mit entsprechenden Interventionen kann man das Übel an der Wurzel packen, dann erübrigt sich auch die Krebsangst.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Refluxösophagitis: Wer muss zur Endoskopie?

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praxisinventar

So lassen sich Praxen ihre Therapieliege fördern

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Lesetipps
Die erwachsene Tochter zeigt ihrer älteren Mutter, wie man Healthtech-Geräte wie eine Smartwatch mit mobiler App nutzt, um zu Hause Gesundheit, Herzfrequenz und Blutdruck zu überwachen.

© CandyRetriever / stock.adobe.com

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?