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Kinder vertragen MMR-Impfung auch bei Rheuma

UTRECHT (hub). Kinder mit Rheuma können ohne Probleme die zweite Impfdosis gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) erhalten. Die Impfung führt nicht zu einem Krankheitsschub.

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Das hat eine Studie mit 207 Kindern mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) ergeben. Die Kinder erhielten im Alter von acht bis zehn Jahren die zweite Dosis eines Lebendimpfstoffs gegen MMR. Verglichen wurde die Krankheitsaktivität in dem halben Jahr vor der Impfung mit jener im halben Jahr nach der Impfung (Ann Rheum Dis 66, 2007, 1384).

Die Ergebnisse: Bei 36 Patienten gab es insgesamt 40-mal ein Aufflackern der JIA vor der Impfung. Im halben Jahr nach der Impfung wurde insgesamt 56-mal ein Aufflackern bei 50 Patienten registriert. Der Unterschied war statistisch nicht signifikant. Auch in der Untergruppe von Patienten mit Methotrexat-Therapie - als Hinweis auf eine schwerer verlaufende JIA - gab es keine Veränderungen bei klinischen oder Laborparametern nach der Impfung.

Nicht gegen MMR geimpft wurden allerdings 47 Patienten mit schwerer JIA oder jene mit einer anti-TNFaa-Therapie. Die Aussagen der Studie könnten auf diese Patienten nicht übertragen werden, so Professor Nico M. Wulffraat von der Unikinderklinik in Utrecht und seine Kollegen. Um Sicherheit und Effektivität der MMR-Impfung bei Kindern mit JIA weiter zu erkunden, seien prospektive Studien erforderlich. Eine solche Studie hat etwa die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie begonnen.

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