Konsum von Cannabis nimmt deutlich zu

BERLIN (fst). Der Konsum von Cannabis hat nach Auswertung des Epidemiologischen Suchtsurveys 2006 deutlich zugenommen.

Veröffentlicht:

Das hat die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Bundestag mitgeteilt. Nach Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2004 und dem Epidemiologischen Suchtsurvey haben 3,4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, das entspricht etwa 1,6 Millionen Menschen, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Cannabis konsumiert.

Fast täglich - dabei wird pro Jahr ein 200-maliger Konsum unterstellt - nähmen etwa 400 000 Menschen Cannabis zu sich. Etwa 28 000 Menschen seien als Folge des Missbrauchs von Cannabis in Behandlung.

Die Zahl der Konsumenten habe jüngst weiter zugenommen, schreibt die Regierung unter Verweis auf neue Zahlen des Suchtsurveys 2006. Allerdings seien diese Daten noch nicht abschließend ausgewertet.

Die jüngsten Zahlen über die Prävalenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stammen aus dem Jahr 2004. Danach haben in der Gruppe der 16- bis 19-Jährigen 36 Prozent Erfahrungen mit Cannabis, bei den 20- bis 25-Jährigen waren es 44 Prozent.

Mehr zum Thema

Aufforderung an die Bundesregierung

Bundesrat fordert: Verkauf von Lachgas an Minderjährige verbieten

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Selbstverwaltung

Vierte Amtsperiode des G-BA endet – und Hecken teilt aus

Lesetipps
Gemälde von Menschen auf einer tropischen Insel, die um eine übergroße Mango tanzen.

© Preyanuch / stock.adobe.com

Kinetose

Mango, Musik, Medikamente – was gegen Reisekrankheit hilft

In Japan dürfen nur Ärzte oder Pflegekräfte unter ärztlicher Aufsicht impfen.

© [M] David Inderlied / dpa / picture alliance / Springer Medizin Verlag

Strenge Regelungen

Blick über den Tellerrand: Japan ist konservativ beim Impfen

Die Ursache der Appendizitis des jungen Mannes war offenbar eine Aktinomykose, ausgelöst durch Actinomyces israelii, ein gram-positives anaerobes Bakterium, das als Kommensale in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt vorkommt.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium