Laser mit 1064 Nanometern verödet Besenreiser

LANDAU (sko). Ob blau, ob rot, ob groß oder klein - Besenreiser, die besonders Frauen oft als störend empfinden, lassen sich meist gut per Laser entfernen - und zwar mit dem Neodym-Yttrium-Aluminium-Granat-Laser (ND:YAG-Laser). Denn seine Wellenlänge von 1064 nm verleiht ihm für die Therapie sehr nützliche Eigenschaften.

Veröffentlicht:

Die Laserbehandlung von Gefäßen funktioniert nach dem Prinzip der selektiven Photothermolyse. Das bedeutet: Energiereiches Licht wird absorbiert, die frei werdende Wärme führt zu einer thermischen Zerstörung des Gewebes.

Der Trick dabei ist, Licht mit einer bestimmten Wellenlänge zu verwenden, da unterschiedliche Moleküle ganz spezifisch bestimmte Wellenlängen absorbieren und dementsprechend auch nur dort die Wärme entsteht. Oxyhämoglobin - also die oxygenierte, sauerstoffreiche Form des Hämoglobins - absorbiert am besten Licht mit den Wellenlängen 410, 524 oder 577 nm und schwächer auch mit 980 nm.

Doch die Wellenlänge ist bei der Behandlung von Hautgefäßen nicht alles. "In den letzten fünf Jahren hat sich die Wellenlänge 1064 nm und damit der ND:YAG-Laser in der Behandlung kleiner blauer und rotblauer Besenreiser zunehmend durchgesetzt", berichtete Dr. Klaus Fritz vom Hautärzte- und Laserzentrum Landau (Haut 6, 2005, 253).

Licht mit dieser Wellenlänge dringt tiefer ins Gewebe ein als etwa der Argonlaser, der mit Wellenlängen von 488 und 514 nm dem Absorptionsmaximum des Oxyhämoglobins viel näher kommt. Mit dem ND:YAG-Laser können auch tiefe blaue Besenreiser erreicht und verödet werden. Außerdem wird Licht mit 1064 nm nicht nur vom Oxyhämoglobin, sondern auch vom Hämoglobin absorbiert, was die Therapie noch effektiver macht.

Der Erfolg des ND:YAG-Lasers konnte in Studien belegt werden, so Fritz. So verbesserte sich das Erscheinungsbild in einer Vergleichsstudie mit dem Laser bei 67 Prozent der behandelten Gefäße, 54 Prozent waren es dagegen mit einer Sklerotherapie, bei der ein venenschädigendes Medikament in das Gefäß gespritzt wird.

In einer anderen Untersuchung mit 21 Patienten verbesserte sich das Bild mit der Lasertherapie bei praktisch allen blauen Besenreiser, bei etwa 60 Prozent der gemischten blau-roten Gefäßen und bei 50 Prozent der roten Besenreiser.

Alle Gefäße mit einem Durchmesser von 2,1 bis 4 mm ließen sich durch die Lasertherapie beseitigen. Bei Gefäßen mit 1,1 bis 2 mm Durchmesser waren es 83 Prozent, bei ganz kleinen Gefäßen 58 Prozent.

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?