Mammografie nützt auch Frauen unter 50

Das Mammografie-Screening senkt auch bei jüngeren Frauen zwischen 40 und 49 Jahren die Brustkrebs-Sterberate deutlich, hat jetzt eine große Studie ergeben.

Veröffentlicht:
In Schweden wird inzwischen alle Frauen zwischen 40 und 74 Jahren empfohlen, am Mammografie-Screening teilzunehmen.

In Schweden wird inzwischen alle Frauen zwischen 40 und 74 Jahren empfohlen, am Mammografie-Screening teilzunehmen.

© Sven Bähren / fotolia.com

UMEå (ikr). Nicht nur Frauen über 50 Jahren profitieren vom Mammografie-Screening. Um dafür den Nachweis zu erbringen, haben schwedische Forscher anhand von Registerdaten die Brustkrebs-Sterberate bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren ermittelt, die zwischen 1986 und 2005 regelmäßig zur Mammografie eingeladen wurden, sowie bei einer Kontrollgruppe gleichen Alters aus Regionen des Landes, in denen nur Frauen über 50 Jahren zur Untersuchung geladen werden (Cancer online).

Das Ergebnis nach im Mittel 16 Jahren Nachbeobachtung: In der Mammografie-Gruppe wurden 803 Brustkrebs-Todesfälle pro 7,3 Millionen Frauen pro Jahr registriert. In der Kontroll-Gruppe waren es 1238 Todesfälle durch Mammakarzinome pro 8,8 Millionen Frauen pro Jahr. Das bedeutet nach den Berechnungen der Forscher eine Reduktion der Brustkrebs-Sterberate um 26 Prozent bei den Frauen, die zur Mammografie eingeladen worden waren und eine Reduktion um 29 Prozent bei den Frauen, die tatsächlich an den Untersuchungen teilgenommen hatten.

Mittlerweile empfiehlt das Swedisch National Board of Health and Welfare, dass alle Frauen zwischen 40 und 74 Jahren am Mammografie-Screening teilnehmen sollten. Auch in Deutschland ist das Mammografie-Screening inzwischen flächendeckend eingeführt. Allerdings dürfen nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren daran teilnehmen. Die EU-Richtlinien empfehlen das Mammografie-Screening nicht für Frauen von 40 bis 49 Jahren. Und auch die U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) hat Ende vergangenen Jahres ihre Empfehlungen geändert und empfiehlt das Mammografie-Screening jetzt nicht mehr für diese Altersgruppe (Ann Intern Med 151, 2009, 716).

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Argumente für ein breiteres Screening

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Update der Phase-III-Studie INAVO120

Kinasehemmer verlängert Leben bei PIK3CA-Brusttumoren um ein Drittel

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert