Direkt zum Inhaltsbereich

Manche Blutdruck-Op wirkt erst nach Jahren

Auf die Nierennerven-Ablation sprachen in einer Studie alle Patienten mit schwerer Hypertonie an. Bei einigen zeigte sich der Effekt allerdings erst nach Monaten bis Jahren.

Veröffentlicht:

CHICAGO (rk). Patienten mit schwerer resistenter Hypertonie, bei denen auch Antihypertensiva-Mehrfachkombinationen nicht das gewünschte Ergebnis bringen, können mit einem interventionellen Verfahren erfolgreich behandelt werden.

Dabei wird ein Katheter (Symplicity, Medtronic) über die Leiste in die Nierenarterie vorgeschoben und deren Nervenfasern mit Hochfrequenzstrom von innen zerstört. Einige Patienten sprechen aber auf diese Therapie zunächst nicht an.

Eine Nachbeobachtung aus der ersten Studie zur renalen Denervierung (Symplicity-HTN-1, Hypertension 2011; 57: 911) hat nun ergeben: Bei den meisten anfänglichen Non-Respondern geht der hohe Blutdruck mit der Zeit doch noch zurück - auch wenn bereits Monate seit der Nierennervenablation vergangenen sind. Ganz verstanden ist allerdings der zugrunde liegende Mechanismus noch nicht.

100 Prozent Responder nach drei Jahren

Beim Kongress des American College of Cardiology (ACC) in Chicago wurde eine Nachbeobachtung von Professor Paul A. Sobotka von der State University of Ohio in Columbus vorgestellt.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass alle frühen Non-Responder noch zu Respondern auf die Therapie wurden. Wie Nachrichten-Agenturen berichten, gilt dies für alle 45 Patienten der Studie.

Bei 58 Prozent kam es nach drei Monaten noch zu einer Blutdrucksenkung von 10 mmHg oder mehr. Nach einem Jahr stieg deren Anteil auf 64 Prozent. 82 Prozent waren es nach zwei Jahren und gar 100 Prozent nach drei Jahren.

Freilich handelt es sich um eine kleine Studie, die noch keine allgemeingültigen Aussagen zulässt, kommentierten Experten. Auch fehle die Verblindung der Studie.

Aber: Es handele sich um einen neuen Befund. Und: Generell sei es nicht einfach, im 24-Stunden-Blutdruck nach einer renalen Denervation eine Sofortwirkung zu finden.

Quelle: www.springermedizin.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht

Damit die Behandlung anschlägt

Intensivierung bei therapieresistenter Hypertonie: Wie vorgehen?

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten