Antwort auf CDU-Anfrage

Millionenförderung für Forschung zu Long- und Post-COVID

Die Bundesregierung will bei der Erforschung von Post- und Long-COVID deutlich Fahrt aufnehmen. Fördergelder in Millionenhöhe sollen in den kommenden Jahre vielfältige Projekte unterstützen.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Bundesregierung will die Forschung zu Long-/Post-COVID-Syndrom intensivieren und stellt dafür eine Millionenförderung bereit. Das teilte sie am Mittwoch in der Antwort (20/10544) auf eine Große Anfrage (20/8846) der Unionsfraktion mit.

Post-infektiöse Krankheitsbilder seien im Zusammenhang mit anderen Erregern schon länger bekannt, Ursachen und Entstehung seien jedoch noch unzureichend verstanden.

Die Symptome von Long-/Post-COVID seien heterogen, die individuellen Ausprägungen des Krankheitsbildes seien unterschiedlich und zum Teil gravierend. Dies gelte besonders dann, wenn sich eine Myalgische Enzephalomyelitis/ Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ausbilde, heißt es in der Antwort weiter.

Gezielte Projektförderung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördere die Forschung zum Themenbereich Long-/Post-COVID und ME/CFS durch gezielte Projektförderung. Inhaltlich umfasse die Förderung eine große Bandbreite: von der Erforschung der Krankheitsmechanismen über die Diagnostik und Therapieentwicklung bis hin zur Versorgungsforschung.

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Für die sechs bislang gestarteten Förderaktivitäten des BMBF im Bereich Long-/Post-COVID und ME/ CFS ergebe sich derzeit ein Fördervolumen von bis zu 59,5 Millionen Euro. Zusammen mit dem Vorhaben zur Aufklärung der immunologischen Pathomechanismen des postinfektiösen Chronischen Fatigue Syndroms (ME/CFS) ergebe sich ein Förderbetrag von insgesamt 61,7 Millionen Euro.

Versorgung von Kindern soll verbessert werden

Das Bundesgesundheitsministerium fördert den Angaben zufolge Projekte der versorgungsnahen Forschung. Dafür stünden in den Jahren 2024 bis 2028 Mittel in Höhe von bis zu 81 Millionen Euro zur Verfügung.

Darüber hinaus sei geplant, Initiativen zur Verbesserung der Versorgung von an Long-/Post-Covid erkrankten Kindern und Jugendlichen mit bis zu 52 Millionen Euro zu fördern, vorbehaltlich der Freigabe der Haushaltsmittel. (eb)

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