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Misshandlung von Kindern in allen Schichten

GREIFSWALD (dpa). Kindesmisshandlungen sind nach Ansicht von Pädiatern nicht nur ein Problem in sozial benachteiligten Familien. Ein Hauptrisikofaktor, der "soziale Stress", sei auch bei besser situierten Eltern anzutreffen.

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Darauf hat Professor Christoph Fusch vom Universitätsklinikum Greifswald auf der Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hingewiesen. Nach offiziellen Zahlen sterben in Deutschland pro Woche im Schnitt zwei Kinder an den Folgen von Misshandlungen; die Dunkelziffer dürfte jedoch höher sein, so Fusch.

Die Aus- und Fortbildung von Kinderärzten auf diesem Gebiet habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, sagte der Tagungspräsident in Greifswald. Viele Misshandlungen, wie das Schütteln von Babys, blieben aber unentdeckt. Denn die gesundheitlichen Folgen seien für Kinderärzte oft nicht sichtbar. Nach Angaben von Experten werden in Deutschland bei 4 von 100 000 Konsultationen in Kinderarztpraxen Misshandlungen erkannt.

Nach Ansicht der Ärzte muss das Problem noch breiter in die Öffentlichkeit getragen werden. So sollten sich auch Fernseh-Serien mit dem Thema beschäftigen, um Eltern besser zu sensibilisieren.

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