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Mit Extrakt aus Weidenrinde gegen Rheuma

MÜNCHEN (sto). Die Behandlung mit einem Weidenrindenextrakt über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen reduziert bei Patienten mit chronischen rheumatischen Beschwerden die Schmerzen deutlich. Das hat Professor Reinhard Saller vom Institut für Naturheilkunde der Universität Zürich berichtet.

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Daß Extraktzubereitungen aus Weidenrinde eine analgetische und antiinflammatorische Wirksamkeit haben, sei bereits in mehreren Studien nachgewiesen worden, erinnerte Saller.

Allerdings seien manche dieser Untersuchungen in Bezug auf ihre therapeutische Relevanz "schwierig zu interpretieren", räumte der Wissenschaftler bei einer Pressekonferenz ein, die das Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) vor kurzem in München veranstaltet hat.

Erfahrungsberichte sind ausgewertet worden

Die Auswertung von Erfahrungsberichten aus der täglichen Praxis in der Schweiz, wo Naturheilverfahren eher im klinischen Alltag verankert sind, habe nun aber ergeben, daß bei Patienten mit chronischen rheumatischen Beschwerden während einer Behandlung mit Weidenrindenextrakt sowohl in der Mono- als auch in der Kombinationstherapie die Schmerzen deutlich geringer werden. Außerdem würden die Einschränkungen bei den Alltagsaktivitäten vermindert, berichtete Saller.

Insgesamt 469 Patienten mit rheumatischen Beschwerden erhielten eine Monotherapie mit dem Weidenrindenextrakt. 330 Patienten erhielten die Behandlung mit dem Weidenrindenextrakt zusätzlich zu ihrer aktuellen analgetisch-antirheumatischen Therapie.

Jeder fünfte Patient war mit Monotherapie schmerzfrei

Zwei Drittel der Patienten entschieden sich für vier Dragees täglich, ein Drittel nahm täglich zwei Dragees. Bei Behandlungsende nach acht Wochen erreichten 21 Prozent der Patienten mit der Monotherapie Schmerzfreiheit. Und: In der Gruppe der Patienten, die bereits vorbehandelt worden waren, wurde im Verlauf der achtwöchigen Therapie mit dem Weidenrindenextrakt bei sechs Prozent Schmerzfreiheit erzielt.

Über unerwünschte Wirkungen berichteten 4,4 Prozent aller Patienten. Am häufigsten waren allergische Hautreaktionen bei 13 Patienten sowie Magen- oder Bauchschmerzen bei zehn Patienten. Schwerwiegende unerwünschte Effekte waren bei der Behandlung mit dem Weidenrindenextrakt nicht aufgetreten, wie Saller weiter berichtet hat.

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