Mit Mikronährstoffen gegen Arthrose

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ANDECHS (wst). Fastfood schadet nicht nur wegen eines damit eher bedingten Übergewichts den Gelenken. Auch dass wichtige Mikronährstoffe in der modernen Massennahrung fehlen, begünstigt die Arthroseentwicklung und verstärkt die Symptome eines bereits bestehenden Gelenkverschleißes.

Mit der gezielten Ergänzung von Mikronährstoffen zusätzlich zu Lebensstiländerungen könne deshalb bei Arthrose-Patienten einiges erreicht werden. Das hat der niedergelassene Allgemeinarzt und Sportmediziner Dr. Klaus Gerlach aus Weiler bei einer Fortbildungsveranstaltung des Unternehmens Orthomol im Kloster Andechs betont.

Wie Gerlach erinnerte, gelangen Knorpel versorgende Nährstoffe über das Blut und die Gelenkinnenhaut in die Gelenkflüssigkeit. Von dort müssen die Nährstoffe mechanisch in den Knorpel "eingewalkt" werden. Das funktioniert nur optimal, wenn sich ein Mensch in stetem Wechsel zwischen Knorpelbe- und -entlastung bewegt. Auch bei bereits bestehender Arthrose ist ein dem individuellen Beschwerdebild angepasstes Bewegungstraining unverzichtbar.

Ernährungsumstellung kann Symptome drastisch verringern

Um bei Arthrosepatienten nicht nur die Verteilung sondern auch das Angebot an Knorpel schützenden Mikronährstoffen zu verbessern, empfiehlt Gerlach als Grundlage eine gesunde Vollwerternährung, die reich an frischem Obst und Gemüse sowie arm an entzündungsfördernden tierischen Fetten und Eiweißen (Ausnahme: Fisch) ist. Symptomatische Verbesserungen durch eine solche konsequente Ernährungsumstellung seien oft dramatisch.

Zusätzlich zu den wirksamen Allgemeinmaßnahmen hat Gerlach bei vielen Arthrosepatienten auch gute Erfahrungen mit einer mindestens dreimonatigen oralen Nahrungsergänzungsbehandlung mit Orthomol Arthro plus®. Damit werden dem Organismus in ausgewogener Mischung die Knorpelbausteine Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat, Kollagenhydrolysat und Hyaluronsäure sowie knorpelstoffwechselrelevante, antientzündliche und antioxidative Vitamine, essenzielle Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt.

In den 2003 aufgelegten Empfehlungen der Europäischen Rheumaliga EULAR (European League against Rheumatism) zur Gonarthrose wurde der Behandlung betroffener Patienten mit den Knorpelbausteinen Glucosamin- und Chondroitinsulfat der höchste Evidenzgrad 1 A zuerkannt, betonte Gerlach. Dies setzt voraus, dass zu den empfohlenen Substanzen Ergebnisse aus Studien mit dem höchsten Grad an wissenschaftlicher Aussagekraft vorliegen.

Rückgang der Schmerzen schon nach einem Monat

Gerlach verwies auf eine Praxisstudie mit 672 schmerzgeplagten Gonarthrosepatienten im Alter von 13 bis 91 Jahren, die komplementärmedizinisch vier Monate lang mit dem damals noch Hyaluronsäure-freien Vorläuferprodukt Orthomol Arthro® behandelt worden waren.

Schon nach einem Behandlungsmonat war bei 36 Prozent der Patienten eine anhand des WOMAC*-Index ermittelte Schmerzreduktion um mindestens 20 Prozent zu verzeichnen. Nach vier Monaten war der Anteil von Patienten mit Besserungen auf 86 Prozent angestiegen.

Ein weiteres Ergebnis: Die Zahl der auf Schmerzmittel angewiesenen Patienten war im Verlauf der viermonatigen Intervention von ursprünglich 266 auf 149 gesunken.

STICHWORT

WOMAC-Index

Der Western Ontario Mac Master University-Index ist ein Index, der auf mehreren Messebenen den Schmerz, die Steifigkeit und die sogenannte funktionelle Kapazität von Patienten mit Kniegelenksarthrose erfasst.

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