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Morgen ist Crohn-Colitis-Tag

NEU-ISENBURG (gwa). Morgen findet zum neunten Mal der bundesweite Crohn-Colitis-Tag statt. In vielen Städten gibt es Infostände und Arzt-Patienten-Seminare. Wichtiges Thema sind aktuelle Therapie-Optionen.

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Eine Option, auf der viele Hoffnungen ruhen, ist die Zellapherese. "Bei der Zellapherese werden aktivierte Entzündungszellen aus dem venösen Blut herausgewaschen, und das so gereinigte Blut wird zurückinfundiert." So erläuterte Professor Axel Dignaß vom Markus-Krankenhaus in Frankfurt am Main die Methode im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

"Aus dem Knochenmark kommen vermehrt junge Zellen nach, die nicht die entzündungsfördernden Proteasen und Zytokine freisetzen. So wird die Entzündung sozusagen heruntergefahren."

Mit Erfolg: Daten belegen, daß auch nach Ende der fünfwöchigen Therapie immer mehr Patienten in Remission kommen: Nach vier Monaten sind es über 60 Prozent. Die Granulozyten-Apherese wird derzeit in einer europaweiten Studie bei Colitis ulcerosa geprüft. Dignaß ist Studienleiter. Es werden noch Patienten aufgenommen.

Was junge Patienten mit M. Crohn oder Colitis oft beschäftigt: Kann man trotz Therapie Kinder bekommen? Dignaß: "Wir wissen, daß Medikamente wie 5-ASA und Steroide in üblichen Dosierungen sicher sind." Wird eine betroffene Frau im Schub schwanger, wird sie behandelt, als würde sie kein Kind erwarten.

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