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Molekularanalyse

Mykobakterien jetzt schneller nachweisbar

Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Mykobakterien in zwei Tagen nachgewiesen werden können.

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ZÜRICH. Was früher mehrere Wochen dauerte, geht jetzt in zwei Tagen: Dank neuer molekularer Methoden können Mykobakterien viel schneller nachgewiesen werden, teilt die Universität Zürich (UZH) mit. Aus den Patientenproben müssten keine langwierigen Bakterienkulturen mehr gezogen werden, entsprechend rasch könne eine geeignete Therapie beginnen.

Ein Forscher-Team des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der UZH und des Nationalen Zentrums für Mykobakterien untersuchte in einer Studie mit mehr als 6800 Patientenproben molekulare Methoden zum Nachweis von krankmachenden Mykobakterien (EBioMedicine 2016, online 13. Juni).

Genetische Analyse zum molekularen Nachweis

Für ihre Studie entwickelten die Forscher einen diagnostischen Algorithmus, bei dem Mykobakterien mittels genetischer Analyse direkt aus der Patientenprobe nachgewiesen werden. Mit diesem ultraschnellen molekularen Nachweisverfahren wurden die Patientenproben über drei Jahre fortlaufend untersucht und mit den Ergebnissen aus den Bakterienkulturen bei mehr als 3000 Patienten verglichen. Es zeigte sich, dass die neuen molekularen Verfahren den bisherigen langwierigen kulturellen Untersuchungen ebenbürtig sind, heißt es in der Mitteilung der Uni.

Zudem ist es mit der molekularen Analyse erstmals möglich, auch die nicht-tuberkulösen Mykobakterien innerhalb weniger Stunden direkt aus der Patientenprobe nachzuweisen. Somit können geeignete Therapiemaßnahmen viel rascher eingeleitet werden. Liegt hingegen eine Tuberkuloseinfektion vor, wird eine weitere molekulare Untersuchung angeschlossen, um die Empfindlichkeit gegenüber Rifampicin und Isoniazid zu testen.

"Hier zeigte sich ebenfalls, dass das molekulare Verfahren die kulturellen Resistenzergebnisse zuverlässig vorhersagt. Es herrscht viel früher Gewissheit, ob die gewählte Therapie mit den Standardmedikamenten erfolgsversprechend ist", wird Dr. Peter Keller vom Institut für Medizinische Mikrobiologie der UZH zitiert. (eb)

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