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Neue Option für Patienten mit Nierenzell-Ca

HAMBURG (awa). Für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom gibt es eine neue Option: den Multikinase-Hemmer Sunitinib. Das Präparat ist seit kurzem für die Indikation zugelassen, wenn eine Therapie mit Zytokinen versagt hat.

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Sunitinib hemmt gleichzeitig mehrere Rezeptoren von Tyrosinkinasen, die für Wachstum und Angiogenese des Tumors wichtig sind. Beim klarzelligen metastasierten Nierenzellkarzinom (mNZK) hemmt das Arzneimittel die Rezeptoren für VEGF (vascular endothelial growth factor) und PDGF (platelet derived growth factor). Das klarzellige mNZK mache 80 Prozent aller Nierenkrebsfälle aus, so Professor Jan Roigas von der Charité Berlin.

Die Zulassung von Sunitinib zur Therapie bei mNZK in Europa beruht auf zwei offenen Phase-II-Studien: 168 Patienten mit fortgeschrittenem NZK nach Versagen einer Zytokin-Therapie erhielten Sunitinib-Kapseln (Sutent®). In beiden Studien sprachen 40 Prozent der Patienten objektiv auf die Therapie an, und bei 24 Prozent stabilisierte sich die Erkrankung mindestens drei Monate lang. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,2 Monate, bei Patienten mit objektivem Ansprechen sogar 14,8 Monate, so Roigas bei einer Veranstaltung von Pfizer in Hamburg.

Mittlerweile gibt es auch erste Ergebnisse in der Erstlinientherapie bei mNZK mit Sunitinib. In einer Phase-III-Studie mit 750 zuvor nicht behandelten Patienten verlängerte Sunitinib im Vergleich zum Therapiestandard mit Interferon-alpha das progressionsfreie Überleben um das Doppelte auf 25 Wochen.

Mit der Zulassung bei metastasiertem Nierenzellkarzinom wurde das Präparat auch für die Zweitlinientherapie bei nicht resezierbaren, metastasierenden gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zugelassen.

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