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Neue Therapien bei Psoriasis und MS in Sicht

NEU-ISENBURG (eb). Forscher am Universitätsklinikum Tübingen haben in den vergangenen zehn Jahren den Wirkmechanismus eines körpereigenen Moleküls aufgeklärt, das die Immunabwehr seitens der Dendritischen Zellen maßgeblich beeinflusst.

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"Wir gehen davon aus, dass dies die Basis für die Entwicklung neuer, aller Wahrscheinlichkeit nach sehr sicherer Medikamente für Menschen mit schweren Autoimmunkrankheiten wie Psoriasis oder Multiple Sklerose ist", wird Professor Martin Röcken, Ärztlicher Direktor der Universitätshautklinik, in einer Mitteilung der Universitätsklinik zitiert.

Erste Medikamente dazu sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

DMF beeinflusst Dendritische Zellen

Die Tübinger Forscher untersuchten den Wirkmechanismus des kleinen, körpereigenen Moleküls namens Di-Methyl-Fumarat (DMF), da DMF das erste Molekül ist, das sowohl die Psoriasis als auch die Multiple Sklerose bessert.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses körpereigene Molekül ganz entscheidend die Wirkweise der wichtigsten Immunstimulatoren, der Dendritischen Zellen, beeinflusst (J Exp Med 2011; online).

Sie werden zu Dendritischen Zellen umerzogen, die vor einer Gewebezerstörung schützen können, die "Typ 2 Dendritischen Zellen". In einer Serie komplexer Experimente deckten die Wissenschaftler die Mechanismen auf, die für diese "Umerziehung" verantwortlich sind.

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