OncoReVir

Neues Register zu Atemwegsinfekten bei Krebspatienten gestartet

Respiratorische Viren, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört, verursachen Atemwegsinfekte, die für Krebspatienten besonders bedrohlich werden können. Ein neues Register soll Risikofaktoren aufzeigen und die Therapie verbessern.

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Jena. Um die Häufigkeit und den Verlauf von Atemwegserkrankungen bei Krebspatienten genauer zu verstehen und damit die Therapie zu verbessern, haben Wissenschaftler aus Jena, Heidelberg und Mainz das Register OncoReVir ins Leben gerufen. Denn bisher würden virusbedingte Atemwegsinfekte bei Krebspatienten nicht einheitlich behandelt, so Studienleiterin Professor Marie von Lilienfeld-Toal in einer Mitteilung der Deutschen Krebshilfe, die das Projekt mit 200.000 Euro unterstützt.

Insgesamt drei Arbeitsgruppen der Universitätskliniken Jena, Heidelberg und Mainz werden deshalb innerhalb des Registers OncoReVir Daten von etwa 2000 Krebspatienten erheben und auswerten. Deutschlandweit nehmen insgesamt neun Kliniken an der Studie teil.

Die aktuelle Corona-Pandemie zeige, welche Dynamik Atemwegsinfektionen entfalten können, erinnert die Deutsche Krebshilfe. Aufgrund zunehmender und zum Teil alarmierender Fallberichte seien Onkologen und Hämatologen bereits seit einigen Jahren vermehrt auf respiratorische Viren aufmerksam geworden.

„Die Förderung des Registers OncoReVir haben wir bereits im letzten Jahr – also vor der Corona-Pandemie – beschlossen, denn Virusinfektionen stellen nicht erst seit COVID-19 eine Bedrohung für Krebspatienten dar“, wird Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, in der Mitteilung zitiert. (eb)

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