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Nur jede dritte COPD ist diagnostiziert

TORONTO (ikr). Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) bleibt immer noch häufig unerkannt: In einer aktuellen Studie hatte jeder fünfte Patient über 40 Jahre, der etwa 20 Jahre lang mindestens 20 Zigaretten pro Tag geraucht hatte, eine COPD. Aber nur jeder dritte wusste davon.

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Raucher haben ein hohes Risiko für COPD. © H. Strasser / fotolia.com

Raucher haben ein hohes Risiko für COPD. © H. Strasser / fotolia.com

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Kanadische Forscher haben 1003 Raucher über 40 Jahre, die mindestens 20 Packungsjahre aufwiesen, spirometrisch untersucht und nach weiteren Risikofaktoren befragt (CMAJ Online). Ein Packungsjahr errechnet sich aus der Zahl der pro Tag gerauchten Zigaretten mal die Jahre, in denen geraucht wurde, dividiert durch 20. Die Studie mit Patienten aus Allgemeinarztpraxen ergab: 208 (21 Prozent) der untersuchten Raucher hatten eine COPD, das heißt eine Einsekungenkapazität (FEV1) von weniger als 80 Prozent des Sollwertes und einen FEV1/FVC (forcierte Vitalkapazität)-Quotienten von 0,7. Aber nur 67 (33 Prozent) wussten bereits vor Studienbeginn von ihrer chronischen Lungenerkrankung.

164 Patienten mit COPD hatten eine mittelschwere Erkrankung, befanden sich also im GOLD-Stadium II (FEV1 von unter 80 Prozent, aber mindestens 50 Prozent). Immerhin 44 Prozent hatten bereits eine schwere COPD mit FEV1-Werten unter 50 Prozent. Mehr als Dreiviertel der Patienten mit COPD klagten über mindestens ein respiratorisches Symptom. Husten war das häufigste Atemwegssymptom. 54 Prozent waren davon betroffen. Ein weiteres Ergebnis: Etwa jeder zweite COPD-Patient war zum Zeitpunkt der Studie immer noch Raucher. Und viele der COPD-Kranken hatten Begleiterkrankungen: So gaben knapp 30 Prozent der Patienten an, dass bei ihnen bereits eine Herzerkrankung diagnostiziert worden sei. 51 Prozent hatten eine Hypertonie, 22 Prozent einen Diabetes und sechs Prozent einen Schlaganfall in der Anamnese. Und 1,5 Prozent der Studienteilnehmer waren bereits an Lungenkrebs erkrankt.

Für die kanadischen Forscher zeigen die Studiendaten, dass gerade in Hausarztpraxen ein großes Potenzial für die frühzeitige Diagnose einer COPD besteht.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Chancen trotz Raucherlunge

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