Kommentar – Hausmittel

Oma hatte doch recht

Von Dagmar Kraus Veröffentlicht: 22.10.2018, 05:03 Uhr

Hausmittel stehen hoch im Kurs und werden bei vielerlei gesundheitlichen Beschwerden gerne genutzt - etwa die Hühnersuppe, die bei Erkältung eingesetzt wird, das Zwiebelsäckchen, das gegen Ohrenschmerzen helfen soll – oder der Ratschlag, bei einer Blasenentzündung viel zu trinken. Doch mit den Hausmitteln ist das so eine Sache: Auch wenn viele Menschen von deren Nutzen überzeugt sind und darauf schwören, wissenschaftlich bewiesen ist deren Wirksamkeit oft nicht.

Mehr als auf Erfahrungswissen kann jetzt zurückgreifen, wer Frauen mit rezidivierenden Harnwegsinfekten die Empfehlung gibt, mehr zu trinken. Denn wie Wissenschaftler nachweisen konnten, lässt sich mit einer Steigerung der täglichen Trinkmenge erneuten Blasenentzündungen tatsächlich vorbeugen. So gaben Frauen, die jeden Tag zusätzlich 1,5 Liter Wasser getrunken hatten, um 50 Prozent weniger Zystitisepisoden an als Frauen, die ihre Trinkmenge beibehielten. Sogar die Zahl antibiotischer Behandlungen verringerte sich deutlich.

Angesichts der Tatsache, dass schätzungsweise 15 Prozent aller Antibiotikaverordnungen auf das Konto von Infektionen der unteren Harnwege gehen, birgt dieses Hausmittel ein nicht zu unterschätzendes Einsparpotenzial. Seite 8

Lesen Sie dazu auch: Hausmittelchen: Wer viel Wasser trinkt, beugt Harnwegsinfekten vor

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